Samstag, 27. September 2014

Wild Cards - George R. R. Martin

Wild Cards
von George R. R. Martin und weiteren
545 Seiten




# von außen #

Das Cover ist schwarz und im Zentrum blickt einer der Charaktere „Lohengrin“ dem Leser düster entgegen. In seiner Hand hält er seine Portraitkarte.


# von innen #

# erster Satz #
Kaum hatte die Menschheit die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs überstanden, da brach bereits das nächste Unheil über sie herein.

# Inhalt #
Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs brachten die Aliens das „Wild Cards“ Virus auf die Erde. Unzählige Menschen starben und sterben noch immer an diesem Virus. Doch einige erhalten einen „Joker“. Sie haben besondere Fähigkeiten durch die Wild Cards erhalten. Und um genau diese Joker geht es. Die Fähigkeiten könnten nicht außergewöhnlicher und unterschiedlicher ausfallen: so gibt es Jonathan, der sich in tausende und abertausende Wespen verwandeln kann. Drummer Boy, der Star einer Band, besteht aus Trommelfellen: 6 davon zieren seinen großen Oberkörper und diese werden von seinen 6 Armen bearbeitet. Oder die kleine Rachel, das Dragon Girl, die ihre Plüschtiere zum Leben erwecken kann.
Das Potenzial dieser Joker hat die Medien erreicht. Sie kreieren die Show „American Hero“, in welcher sich die Joker gegenseitig in Teams durch die schwierigsten Aufgaben kämpfen müssen.
Doch muss auch die Welt außerhalb des Fernsehens mit den Jokern zurecht kommen und so spitzt sich die Lage in Ägypten zu: das Staatsoberhaupt wurde von einem Joker ermordet.

# Zitat #
Ganz gleich, ob seine Fähigkeit an sich instabil gewesen war oder ob es ihm einfach an Übung, Konzentration oder Willenskraft gemangelt hatte, fest stand, dass sein Vater sein Leben gegeben hatte, um ihn und wahrscheinlich auch den Rest der Welt zu retten.

# mein Eindruck #
Ein wirklich beeindruckendes Werk. Ich habe es soeben aus den Händen gelegt und musste meine Gedanken direkt zu Papier bringen. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich habe mit einem Roman rund um eine Castingshow gerechnet und landete nachher mitten im Krieg in Ägypten. Besonders hervorzuheben ist, dass dieser Roman von vielen verschiedenen Autoren zusammen geschrieben wurde; jeder hat Kapitel zu dieser Geschichte hinzugefügt und machte es zu einem wahren Lesegenuss. Die Charaktere wurden ausführlich vorgestellt und behandelt. Bei der Fülle der Charaktere wird der Leser aber nicht überfordert. Die Beziehungen zueinander, sei es freundschaftlich oder als Liebende, werden durch die verschiedenen Sichtweisen von allen Seiten beleuchtet.
Ein mehr als ungewöhnlicher Roman, den ich nur jedem empfehlen kann, der offen für eine bekannte und doch neue Welt ist und sich auf die Suche nach dem „American Hero“ begeben möchte: einer Suche nach einem wahren Helden, nicht nur nach einem Gewinner einer Show.


Kommentare:

  1. Toll, oder? :D Schöne Rezi!

    Aber dass du dich getraut hast es ohne Sassi zu lesen. Du siehst sie in 2 Wochen, geh bloß in Deckung ;)

    Liebe Grüße
    Suselpi (Bannie)

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    1. Und da fragt sich noch jemand, wer ein wirklicher Hero ist? :D Natürlich ich, denn ich habe mich dem Zorn der Sasija mutwillig ausgesetzt :D

      Aber eigentlich hoffe ich, dass es bis dahin vergessen ist *hust*

      Und danke für dein Kompliment :D

      Liebe Grüße
      Evil :D

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