Mittwoch, 25. Februar 2015

So finster, so kalt - Diana Menschig

 So finster, so kalt
von Diana Menschig
384 Seiten

Taschenbuch: 8,99 €
E-Book: 8,99 €
(Stand: 24.02.2015)



# Die Autorin #
Diana Menschig, geboren 1973, absolvierte nach einem Studium der Psychologie mehrere Stationen in Marktforschung und Personalmanagement, bevor sie einen Spieleladen eröffnete. Heute arbeitet sie als selbständige Dozentin und Autorin. Wenn sie nicht gerade in fantastischen Parallelwelten unterwegs ist, teilt sie sich mit ihrem Mann, zwei Hunden, einer Katze und vielen Rennrädern ein Haus am Niederrhein.
(Quelle: seitenrauschen.de)


# von außen #

Ein sehr passendes Cover. Finsternis und Kälte überkommen den Leser schon beim genauen Betrachten des Covers. Im Hintergrund steht ein kleine Häuschen mit einem beleuchten Fenster in Mitten eines Waldes. Alles wirkt verschwommen, als würde Nebel die Szenerie einrahmen.


# von innen #

# erster Satz #
Die Hexe ist tot!“ hörte Ronja ihren Freund Luke aufgeregt flüstern.

# Inhalt #
Merle wird von dem plötzlichen Tod ihrer geliebten Oma völlig unvorbereitet getroffen. Ihr Vater ist in Kanada und genießt dort die Rente und so bleibt Merle nichts anderes übrig als aus der Großstadt Hamburg zurück in das kleine Dorf mitten im Schwarzwald zu reisen. Nach der Beerdigung, um die sich ein alter Freund aus der Kindheit, Björn, liebevoll gekümmert hat, reist Merle mit einem kleinen Berg zurückgelassenen Schriftstücken ab. In einer ruhigen Minute sichtet Merle all die alten Briefe ihrer Großmutter und stößt auf ein kleines Familiengeheimnis: Die Geschichte eines gewissen „Hans aus dem Wald“. Diese Geschichte klingt wie eine beängstigende, gruselige Vision des Märchens „Hänsel & Gretel“ und macht Merle neugierig. Ob Hans vielleicht ein Vorfahre war? Und mag das kleine Häuschen ihrer Großmutter vielleicht das kleine Haus aus dem Wald sein? Sie sucht Hilfe bei einem Professor, Jacob Wolff, der sich der Dokumente und der Geheimnisse der Familie mit viel Enthusiasmus annimmt.
Als Merle in ihrem Urlaub erneut auf dem Weg in den Schwarzwald ist um sich dort um das Haus zu kümmern, erfährt sie, dass 3 Kinder aus der Nachbarschaft verschwunden sind. Zuletzt wurden sie in der Nähe ihres kleinen „Knusperhäuschens“ gesehen.

# Zitat #
Ronja glaubte natürlich nicht an den großen bösen Wolf. (…) Aber echte Monster gab es natürlich trotzdem mehr als genug. Vampire zum Beispiel, oder böse Feen. Wer konnte schon wissen, was dort hinter dem efeuüberwucherten Zaun wirklich lauerte?

# mein Eindruck #
Ich habe das Buch im Rahmen der Wanderbuch-Aktion bei der lieben Aleshanee (Weltenwanderer) „ergattern“ können und freue mich, dass es morgen weiterwandern darf und die nächste Leserin ebenso glücklich machen wird :)
Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten, war das Buch dann doch ein wahres Highlight. Die Erzählung des Lebens des „Hans aus dem Wald“ erinnerte anfangs tatsächlich eher an eine Horrorversion des bekannten Märchens und entwickelte sich dann doch zu einer wahren Leidensgeschichte eines armen Jungen. Daneben wirkte Merles Leben nahezu „langweilig“, doch kann wohl jeder nachempfinden wie man sich nach dem Tod einer geliebten Person fühlt und wie man kurz danach immer wieder in die „alten Zeiten“ abschweift. Gefallen hat mir dann die schrittweise Zusammenführung der Geschichten und die kleinen Hinweise auf die unterschiedlichsten Märchen. Ein Märchen für Erwachsene und für Fantasy-Fans, die eine Erzählung mit Bezug auf die heutigen Zeit mögen, eine absolute Leseempfehlung.


Kommentare:

  1. Huhu! Freut mich sehr dass es dir so gut gefallen hat! Ich fands auch total faszinierend ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Es war ein schöner kleiner Besuch in die Kindheit :) weil man ja auch mitgefiebert und überlegt hat, wie genau nochmal dieses oder jenes Märchen war :)
      Also nochmals ein herzliches Dankeschön :)

      Liebste Grüße
      Eva

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  2. Huhu,

    eine schöne Rezi. Das Buch hat mir leider, abgesehen von dem Teil "Hans aus dem Wald" nicht so gut gefallen und hatte mir mehr versprochen. "Merle" fand ich nervig und irgendwie nicht richtig "Voll da" (wenn du verstehst, was ich meine).
    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe und vielen Dank für deine Worte :)
      Mein besonderes Highlight waren auch die Teile mit "Hans". Und ja, Merle war anstrengend und sie wäre sicher nie meine Freundin geworden, aber in sich war es am Ende für mich stimmig :)

      Liebe Grüße
      Eva

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