Dienstag, 21. April 2015

May Bee - Tomas Maidan

MAY BEE
von Tomas Maidan
264 Seiten

E-Book: 1,99 €
Taschenbuch: momentan nicht lieferbar – Info laut amazon.de: 9,99 €
(Stand: 20.04.2015)


# Der Autor #
Tomas Maidan beschäftigte sich den größten Teil seines Lebens mit der Gestaltung von Bühnenlicht. Licht und Schatten, elektrische Blitze und menschliche Dramen bilden seine künstlerische Heimat. Er lebte sozusagen in den Katakomben der Theaterkantinen. An seinem 40. Geburtstag wandte er sich dem Schreiben zu und zog nach Bremen. Tomas Maidan interessiert sich für die Frage, wer William Shakespeare war, woher die dunklen Träume stammen, und warum Frauen so attraktiv erscheinen, wenn sie Karate können.
(Quelle: amazon.de)


# von außen #

# Cover #
Cover und Titel sind ganz im Zeichen der „Bee“, also der Biene. Zentral sieht man eine Biene und der Hintergrund zeigt Honigwaben in schillernden Farben.

# Klappentext #
Mays Leben ist verzwickt: Erst haut ihr Kater ab, dann rettet sie den falschen Mann - und zu allem Unglück arbeitet sie auch noch bei der Polizei von Kujai. Ein Paralleluniversum voller Hektik, Irrsinn, Korruption. Und sie bekommt die saure Gurke unter den klebrigen Fällen: Sie muss Konsul Bolaire finden - draußen auf Schloss Taubenschlag. Man sagt, dort würde eine Drogenbaronin ihre Pillen an die Bienen verfüttern. Mysteriös. May bricht mit ihrer Freundin Tuh auf, einer durchgeknallten Kioskbesitzerin, die mit der Laune einer rollenden Zitrone den Fall zum bunten Trip macht. Hinter Mauern aus Honig und zwischen magischen Pilzen entdecken die beiden Entsetzliches. MAY BEE ist Märchen, Krimi, Rock and Roll - und erzählt von der Magie des Ausreißens. In einer Welt voller Bullen machen May und Tuh die Fliege - und entdecken, dass man auch im Alleingang die Richtigen retten kann. Kafkaeskes Pop-Abenteuer mit schrägen Bienen.


# von innen #

# erster Satz #
So ein Wahninn“, schrie May, „ein Kater darf doch nicht vorne auf die Straße raus!“

# Inhalt #
Mays Karriere bei der Polizei von Kujai startet erst, als sie in ein Abenteuer stolpert. Während der panischen Suche nach ihrem entflohenen Kater, rettet May einen Unbekannten noch im Vorbei gehen das Leben. Doch scheint ihm dies gar nicht bewusst zu sein. Schnell erkennt May, dass er eigentlich gar nicht in der Stadt sein dürfte und sie sich schon durch seine Rettung auf dünnes Eis begeben hat.
Das Erlebnis ist schon lange vergessen, als May - wie die Jungfrau zum Kind - zu ihrem ersten großen C3 Einsatz kommt, als Einsatzleiterin! Der Großkonsul der Stadt Kujai, Frederick Bolaire, ist seit einiger Zeit verschwunden. An sich ein Umstand, gegen den so recht keiner etwas hat, denn der Großkonsul ist leidlich unbeliebt in der Stadt. Doch kann ein Großkonsul nicht einfach verschwinden. Es wird vermutet, dass er sich auf einem Anwesen außerhalb der Stadt aufhält. Ein Verbrechen ist nicht auszuschließen.
May versucht ein C3 Team aufzustellen, auch wenn sie weder weiß, was ein C3 Einsatz ist, noch wer in ein solches Team gehört. Und am Ende, ja, da besteht das C3 Team aus 2 Personen: May und ihre verrückte Freundin Tuh. Tuh? Nun, Tuh ist eine pyromanisch veranlagte, nicht immer auf der Seite des Gesetztes stehende, Inhaberin eines kleine Restaurants. Mit Tuhs Zuhause, einem Boot, machen sich die zwei auf um die Geheimnisse des Anwesens zu erkunden.
Unerwartete Hilfe bekommen die beiden Chaosladys von Mays großen Unbekannten...

# Zitat #
Stell dir vor, du bist tot, und merkst es nicht mal!

# mein Eindruck #
Die Welt in Kujai läuft ein wenig anders als bei uns und für mich war dieser „Fantasy-Krimi“ ein erster Besuch in dieser Stadt. Wie ich nun in Erfahrung gebracht habe, ist „May Bee“ der dritte Teil der Reihe, kann aber auch unabhängig von den vorherigen Teilen gelesen werden. Anfangs muss man jedoch erst „lernen“, dass man sich in einer Fantasy-Welt bewegt und nicht in der uns bekannten „realen Welt“ und so gebe ich gerne zu, dass ich einige Startschwierigkeiten hatte. Und dann kam das Warten. Warten auf richtige Spannung. Lange war nicht klar, welchem Fall May nun nachgehen wird und man hat zunächst sehr ausschweifend das Leben und May kennen gelernt. Als großer Thrillerfan, aber auch Krimileserin fehlte mir dort der Fokus auf den Fall und auch ein wenig die übliche Ermittlungsarbeit. May wirkte naiv, tappte durchgehend im Dunkeln umher und stolperte so schon eher über Hinweise als sie wirklich selbst zu finden. Spannender fand ich den Charakter „Tuh“ oder auch „Tusnelda“. Diese Punk-Pyromanin hat es mir wirklich angetan und war für mich ein Highlight des Krimis. Ich hoffe sehr, dass sie in weiteren Werken des Autoren eine große Rolle spielen wird, denn sie wäre es wert, nochmals in die Welten von Tomas Maidan einzutauchen. Zum Autoren möchte ich noch erwähnen, dass er es wirklich schafft eine schillernde, lebendige Welt durch seine Worte zum Leben zu erwecken.
Abschließend muss ich leider sagen, war ich ein wenig enttäuscht. Von einem guten Krimi erwarte ich eine Spannung, die sich stetig bis zum Ende hin steigert – dieser Krimi bietet viel zum Lachen, aber nicht das, was ich mir von einem Krimi erhoffe.
Vielen Dank an Tomas Maidan für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Kommentare:

  1. Huhu :)

    ich habe schon ein paar schlechte Meinungen zu dem Buch gehört. Für mich wäre es wohl nichts, wobei das auch an der Krimi-Tatsache liegen könnte :P

    Aber das Cover ist cool :D

    Liebe Grüße
    Suselpi

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    1. Ach? Die Dame mag also keine Krimis? Das überrascht mich nun wahrlich :D :D

      Ja, Cover und Titel fand ich auch sehr toll..und auch im nachhinein sehr passend..aber bis ich da so hinter kam, dauerte es doch ^^

      Liebste Grüße
      Eva :)

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  2. Hey,
    ich lese das Buch auch gerade (bin fast fertig), und ich stimme dir in allem zu!
    May mag ich persönlich gar nicht, vor allem weil sie, wie du schon gesagt hast, ziemlich naiv ist, und das, was sie bis jetzt herausgefunden hat, nur mehr oder weniger durch Zufall bzw. ihre Tollpatschigkeit weiß. Das nervt mich irgendwie... :D
    Aber Tuh finde ich auch ganz cool! ^^
    Bezüglich der Spannung bin ich ebenfalls deiner Meinung. Da ist zwar hin und wieder so ein klitzekleines Bisschen, aber wirklich der Knaller ist "May Bee" in diesem Punkt nicht so.
    Das ist schon der dritte Teil? Ist mir gar nicht aufgefallen... xD

    Tolle Rezi!

    GLG

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    1. Halloi :)

      Ich habe jetzt schon einige Rezensionen gelesen und insgesamt scheinen die Meinungen nicht groß auseinander zu gehen ^^ amüsant war es immer mal wieder, aber leider nicht das, was ich erhofft hatte..

      Ich bin gespannt was du abschließend dazu sagst und bin auf deine Rezension gespannt :)

      Vielen Dank für deine lieben Worte :)

      Liebe Grüße
      Eva

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  3. Das legendäre C3-Team mit den 10 Leuten :P Ein richtiger Krimi war es für mich auch nicht, ich sehe es eher als Parodie auf einen Krimi. Vielleicht ist es wie ein guter Abend mit Freunden: Man weiß nichtmehr genau, was passierte, aber... cool war's. Ich fand die Stimmung teilweise sogar bedrückend....

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    1. Ja, das C3-Team. Ich hoffe ja noch immer inständig, dass es so ein Team nur einmal gab :D
      Bedrückend, das kann ich nicht so teilen - da hab ich einfach anderes gelesen, was mich doch mehr mitgenommen hat.. :)

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  4. Kleine Korrektur: Das C3-Team besteht eig. aus noch zwei anderen Trantuten - aber die kommen einfach zu spät :P

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    1. ...nur ein wenig ^^

      Und noch vielen Dank für deine Worte :*

      Liebe Grüße
      Eva

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