Mittwoch, 1. April 2015

Versunken - Sabine Thiesler

Versunken
von Sabine Thiesler
496 Seiten

Gebundene Ausgabe: 19,99 €
E-Book: 15,99 €
(Stand: 01.04.2015)




# Die Autorin #
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf der Bestsellerliste. Ebenso mit den beiden folgenden Büchern Hexenkind und Die Totengräberin.
(Quelle: amazon.de)


# von außen #

# Cover #
Ein sehr stimmungsvolles Cover. In der Ferne sieht man ein einsames Boot auf dem weiten Meer. Passend zum Titel als auch zum Inhalt des Buches.

# Klappentext #
Malte ist auf der Flucht. Er wird wegen Mordes gesucht, hat keine Papiere, kein Geld, kein Zuhause und keine Freunde. Im Hafen von Nizza lernt er durch Zufall Werner kennen, der mit seiner Luxusyacht im Mittelmeer Urlaub macht. Werner bietet ihm an, mit ihm zusammen nach Korsika überzusetzen. Sein Schiff ist ein Traum. Ein Traum, für den es sich zu töten lohnt ...


# von innen #

# erster Satz #
Malte lag in seiner Koje und starrte an die Holzdecke direkt über seinem Kopf.

# Inhalt #
Maltes Leben ist die Schifffahrt, ist das Meer, die See, die Einsamkeit. Maltes Kindheit endete abrupt mit einem Autounfall, der ihm seine geliebten Eltern nahm. So wuchs Malte ungewollt und ungeliebt bei seiner Tante auf. Mit 16 nimmt er Reißaus und landet am Hafen in Hamburg und dort beginnt sein neues Leben. Die nächsten Jahre verbringt er auf den Weltmeeren.
Werner und Vivian genießen das Leben der Reichen. Mit ihrer kleinen Luxusyacht erkunden sie in jedem Sommer das Mittelmeer. Doch in diesem Jahr wird der gemeinsame Urlaub durch einen besonderen Auftrag an der Oper in Nizza unterbrochen. Vivian muss sich von ihrem Werner trennen und noch einige Wochen arbeiten. Werner reist in dieser Zeit allein weiter.
Und dort treffen sich die beiden so unterschiedlichen Leben. Malte kommt wie gerufen und kann Werner bei einer Reparatur an seiner „Aurora“ helfen. Als Dank bietet Werner seinem Retter Malte an, gemeinsam nach Korsika zu reisen. Doch nur einer kommt dort an.

# Zitat #
Malte Andresen gab es nicht mehr, er hatte keine Papiere, nichts mehr.

# mein Eindruck #
Bisher ging ich immer gern mit Sabine Thiesler auf eine Urlaubsreise in die Toskana. Besuchte mit ihr Neri und seine Gabriela und ließ mich überraschen, welche mordenden Deutschen das toskanische Idyll unsicher machten. Leider fehlte mir auf dieser Reise die übliche Spannung. Die Geschichte konnte mich nicht richtig gefangen nehmen. Mir fehlte der langsame aber beständig ansteigende Thrill, das Gänsehautgefühl, also all das was einen guten Thriller ausmacht. Allzu schnell stapeln sich die Leichen und es fehlte an der Raffinesse, die die vorherigen Romane prägte.
Die Charaktere wirkten ein wenig dünn. Man erfährt zwar viel über das jeweilige Leben der Personen, doch hat man am Ende noch immer das Gefühl, dass es Fremde sind. Dies konnte auch mein Liebling „Neri“ nicht wieder gut machen, auch wenn es mir gefällt, dass Neri und seine Familie immer einen festen Platz in den Büchern von Sabine Thiesler, und dadurch auch mittlerweile in den Herzen der Leser, hat.
Zusammenfassend war ich von „Versunken“ weniger angetan, als von den Romanen zuvor. Zum Ende hin wurde es nochmal kurz spannend und auch das Ende war überraschend, so dass ich noch mit guten Gewissen 3 Punkte vergeben kann.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen