Dienstag, 3. November 2015

[Rezension] Skalpelltanz - Jenny Milewski

http://www.randomhouse.de/Paperback/Skalpelltanz-Thriller/Jenny-Milewski/e470476.rhd



# Die Autorin #
Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.
(Quelle: randomhouse.de)


# von außen #

# Cover #
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ganz schlicht, aber einfach ungewöhnlich stark in der Wirkung. Die Struktur, die das „Skalpell“ hinterlassen hat, die Blutspuren. Es sieht nicht nur toll aus, es fühlt sich auch gut an.

# Klappentext #
Carl Cederfeldt ist Chirurg. Und Mörder. Sein Instrument ist das Skalpell. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern der Fantasie des schwedischen Horrorautors Jonas Lerman entsprungen. Aber Lerman hat genug von Blut und Gewalt und beschließt, kein weiteres Cederfeldt-Buch mehr zu schreiben. Doch so einfach ist das nicht. Lerman kann mit dem Schreiben nicht aufhören, und in seiner Umgebung geschehen plötzlich mehrere grausame Morde an jungen Mädchen. Präzise und brutal. Genau so, wie Carl Cederfeldt vorgehen würde. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut...


# von innen #

# erster Satz #
Sie reden wieder über ihn.

# Inhalt #
Der Autor Jonas Lerman trifft zum ersten Mal auf den schwarzen Tod eines jeden Autors: die Schreibblockade. Früher floss eine neue Geschichte nur so aus ihm heraus, er musste seine Gedanken nur noch in Worte kleiden, doch nun? Er rettet sich über Lesungen und Interviews hinweg, doch seinem Verleger kann er nicht mehr lange etwas vor machen.
Als er schon dem Schreiben den Rücken kehren will, überkommt es ihn eines Abends wieder: die Geschichten kommen zurück, grausamer als die vorherigen Thriller und unfassbar realistisch sieht er jedes Detail vor Augen. Wesentlich besser gelaunt geht er mit seinen Kumpels noch was trinken, aber was er dann erfährt, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Einer seiner Freunde war Augenzeuge eines schweren Unfalls. Seine Geschichte deckt sich nahezu mit der Szene, die Jonas zuvor nieder geschrieben hat. Die Geschichte, die in seinem Kopf Gestalt angenommen hat, hat sich genau so zugetragen.

# Zitat #
Während er eine blutige Szene nach der anderen produzierte, stellte er zwei Dinge fest: Zum einen, dass er gut darin war, über schreckliche Dinge zu schreiben. Und zum zweiten, dass es ihm gefiel.
Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er das Gefühl, das zu tun, wozu er bestimmt war.

# mein Eindruck #
Bei dem Buch, und das geben ich gerne zu, handelte es sich um einen klaren Coverkauf. Ich mag diese klaren Cover! Aber das Cover war dann auch schon fast das Beste am Buch. Ich lese sehr gerne Thriller und habe mich unglaublich auf „Skalpelltanz“ gefreut, doch wurde ich sehr enttäuscht. Die wirkliche Story kommt erst ab der Hälfte in Fahrt. Bis dahin zieht es sich mit Zweifeln und Problemen des Autors in die Länge. Die eigentliche Story blieb mir viel zu lange im Hintergrund und ich war schon kurz davor es ganz abzubrechen, denn von einem Thriller erwarte ich auch schon vorher zumindest ein wenig Spannung. Ab der Hälfte wurde es dann interessanter, bis es – mir persönlich – zu extrem wurde. Es ging tief in die Horrorecke, aber leider nicht so, dass es mir gefallen hätte. Die Brutalität war zum Teil absolut unnötig und tat nichts für die Protagonisten oder die Story. Es musste einfach nur Schmerzen und Blut in Massen geben. Sehr schade muss ich abschließend sagen, denn die Geschichte an sich fand ich interessant (also nachdem sie mal im Gange war....). So kommt es hier zu sehr mageren Punkten und leider keiner Weiterempfehlung. (Trotzdem bleibt das Buch im Regal, das Cover ist der Hammer ^^)


Kommentare:

  1. Huhu Eva,

    ich fand das Buch ja auch eher so mittelprächtig, aber zumindest gab es bei mir noch 3 Punkte... ich hatte irgendwie nach dem Klappentext und dem Cover auch deutlich höhere Erwartungen an das Ganze, aber irgendwie erleichtert es mich auch gerade, dass ich nicht die Einzige bin, die das so sieht. Denn ich habe zu dem Buch echt viele gute Kritiken gesehen.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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    1. Hallo Sabrina,

      ja, ich hatte mir auch was ganz anderes vorgestellt. Die letzten Seiten Spannung reichten mir da auch nicht :/ Die guten Kritiken konnte ich persönlich nicht nachvollziehen. Aber ich bin bei Thrillern langsam auch überkritisch ^^

      Liebe Grüße!

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