Samstag, 2. Januar 2016

[Rezension] Gelöscht (1) - Teri Terry

http://www.fischerverlage.de/buch/geloescht/9783733500382



# Trilogie #
Zersplittert (2)
Bezwungen (3)

# Die Autorin #
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und sie hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben. Ihre häufigen Umzüge hatten Teri oft in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sie sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt ›Gelöscht‹.
Teri hat vor kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in Romanen für Jugendliche.
Der erste Band ihrer Trilogie hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Besteller entwickelt und wurde bereits in neun Sprachen übersetzt.

# von außen #

# Cover #
Die stechend grünen Augen von Kyla schauen den Leser eindringlich an. Es macht neugierig, auf die Geschichte der zarten jungen Frau.

# Klappentext #
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde »geslated«.
Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

# von innen #

# erster Satz #
Ich renne.

# Inhalt #
Heute ist ein besonderer Tag in Kylas Leben, denn Kyla lernt ihre neue Familie kennen. Kyla ist eine von vielen Jugendlichen, die eine neue Familie bekommen. Warum? Nun, sie wurde geslated, das bedeutet, dass ihr gesamtes Gehirn „auf Null gesetzt“ wurde. Sie musste alles neu erlernen: sprechen, sich bewegen, Essen zu sich nehmen. Es fehlen aber ebenso alle Erinnerung an ihr vorheriges Leben, ihre Familie und an sich selbst. Aber warum genau werden Menschen geslated? Die Regierung schenkt die Chance auf ein zweites Leben, wenn sie in ihrem ersten Leben gegen das Gesetz verstoßen haben. Doch erhalten nur Kinder und Jugendliche diese Chance und auch nur einmal.
So wurde Kyla nach dem Slating auf diesen einen Tag in den letzten Monaten vorbereitet, damit sie nun wieder in die Gesellschaft integriert werden kann. Und Kyla hat Glück; ihre Familie kennt sich bereits mit Slatern aus, denn auch Kylas neue Schwester, Amy, wurde schon dieser Familie zugeteilt.
Aber Kyla ist irgendwie anders..sie erinnert sich nach und nach an alte Talente und Vorlieben. So ist sie zum Beispiel eine hervorragende Zeichnerin, doch eigentlich sollte es all diese Erinnerungen gar nicht mehr geben..Was könnte noch „zurück kommen“ ??

# Zitat #
Aber wie kann ich wissen, wer ich jetzt bin, wenn ich nicht weiß, wer ich war?“

# mein Eindruck #
Mit „Gelöscht“ ist Teri Terry der spannende Auftakt zu ihrer Trilogie gelungen und konnte mich bis zur letzten Seite mitreißen. Der Satz auf dem Cover hat mich während des Lesens begleitet: „Wie kannst du ihnen trauen, wenn sie dir deine Erinnerungen genommen haben?“ Zusätzlich beschäftigte mich immer wieder die Frage, was Kyla angestellt haben könnte, so dass es nur noch den Weg des Slatens für sie gab. Viele schockiert sicher, die rund um die Uhr Überwachung durch das „Levo“. Doch das völlig überwachte Leben macht Sinn, wenn man überlegt, dass diese Jugendlichen früher Straftäter waren. Aber wie sollen vor allem Jugendliche ihre Gefühle und Gedanken so unter Kontrolle haben? Ein normales Leben mit eigenen Entscheidungen und vielleicht auch Fehlern ist so nahezu ausgeschlossen.
Wie man sieht, war mein Hirn nicht nur mit dem Lesen beschäftigt, sondern grübelte auch andauernd über diese Welt nach. Das kam sicherlich durch die Erzählung in der „Ich-Perspektive“, aber auch durch die Art und Weise, wie Teri Terry die Welt beschrieb. Eindringlich und realitätsnah brachte sie Kyla in mein Leben und machte es zu meinem. Die weiteren, starken Charaktere vervollständigten mein Bild und machten das Buch zu einem Genuss. Der zweite Teil ist schon im digitalen Einkaufswagen gelandet und ich hoffe ich kann bald wieder in Kylas Leben eintauchen. Warum es trotzdem keine volle Punktzahl gab? Ich glaube es ist noch viel Platz nach oben und ich hoffe auf eine Steigerung im weiteren Verlauf der Trilogie.

 weitere Hexensprüche: Uwes Leselounge (4)

(Quelle: Autoreninfo, Klappentext, Cover: fischerverlage.de)

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