Mittwoch, 30. März 2016

[Rezension] Die Achse meiner Welt - Dani Atkins

http://www.droemer-knaur.de/buch/7938187/die-achse-meiner-welt


# von außen #

Das Cover verspricht einen Tanz auf dem Drahtseil, auf der Achse der eigenen Welt. Wohin mag die Reise gehen? Einen kleinen Überblick gibt schon der Klappentext, allerdings sage ich hier: Spoiler. Für mich ist dieser Klappentext schon viel zu ausführlich und ich freue mich wieder, dass ich nur selten Klappentexte lese!

Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah? Lassen Sie sich von einer Liebesgeschichte verwirren, die mit nichts vergleichbar ist. "Die Achse meiner Welt", das Romandebüt der britischen Autorin Dani Atkins, wurde in über 13 Länder verkauft und hat in England für Furore gesorgt.

# von innen #

# erster Satz #
Mein erstes Leben endete an einem eisigen Dezemberabend um 22:37 Uhr auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche.

Wie viele Leben kann ein Mensch gelebt haben? Diese Frage muss sich Rachel stellen. Denn nach einem Unfall hat sich das Leben von Rachel vollständig auf den Kopf gestellt. Doch fangen wir nicht mitten im Buch an. Starten wir am Anfang.
Es begann von 5 Jahren. Diesen letzten Abend sollte die Clique um Rachel niemals vergessen, ein letzter Abend im Kreise der besten Freunde, ein letzter Abend um die Freundschaft zu feiern. Doch auch der letzte Abend an dem alle versammelt sind. Ein tragischer Unfall beendet das Leben von einem von ihnen. Und Rachel gibt sich die Schuld. Zerfressen von Schuldgefühlen lebt sie ab jetzt ein Leben am Rande. Allein: ohne Freude, ohne Freunde. Einsam: sich selbst überlassen, von anderen abgewandt.
Und wäre nicht die Hochzeit ihrer früheren besten Freundin gewesen, hätte Rachel die Erinnerungen weiter vermieden, verdrängt. So untrennbar waren die Fäden der Freundschaft nicht. Nach dem Unglück lebte jeder sein eigenes Leben weiter und der viel zu frühe Tod des gemeinsamen Freundes wurde nicht thematisiert. Doch nun, wo Rachel wieder in ihrer Heimatstadt gelandet ist, scheint das Thema wieder hoch zu kommen. Und Rachels zweites, neues Leben beginnt auf ebenso grausame aber auch mysteriöse Art...

# Zitat #
Trotzdem war jede einzelnen Erinnerung ein Baustein in der Mauer unserer Freundschaft, von der ich hoffte, dass sie Bestand haben würde, egal, wohin es uns verschlagen sollte.

Ich glaube ich habe zu viel gegrübelt, während ich dieses Buch gelesen habe. Ich habe zu oft überlegt, ob ich nicht doch einen Science Fiction Roman erwischt habe. Horrorroman? Irgendwas – X-Akten-mäßiges? Ich glaube mein Leseerlebnis wäre schöner und positiver verlaufen, wenn ich meinen Kopf ab und an von diesen Gedanken abbringen könnte. Denn der Beginn des zweiten Lebens von Rachel hat mich immer wieder zurück kehren lassen. Noch mal lesen – noch immer nicht verstehen – weiter lesen. Wären diese zweifelnden Gedanken nicht gewesen, hätte ich es irgendwie logisch erklären können (und sei es nur für mich selbst ^^), es hätte mich mehr überzeugt. So aber blieb es bei „nur“ 4 von 5 Sternchen. Trotzdem muss und kann ich für diesen Debütroman eine Leseempfehlung aussprechen. Es ist anders, außergewöhnlich und doch eine wundervolle Liebesgeschichte. Ganz wichtig: lest am Ende „Dani Atkins über „Die Achse meiner Welt“. Ein kleines Nachwort und doch mein Highlight des Buches!


weitere Hexensprüche: Sasijas Tardis (5/5)

(Quelle: Klappentext, Cover: www.doemer-knaur.de)

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