Donnerstag, 7. April 2016

[Interview] Eric Berg - Leipziger Buchmesse Teil 1

Die Leipziger Buchmesse hielt in diesem Jahr ein besonderes Highlight für mich bereit: ich durfte ein Interview mit dem Bestsellerautoren „Eric Berg“ führen! Ich war schon eine Woche vorher „ein wenig“ aufgeregt (ich mag seine Krimis wirklich gern!), fieberte dem Termin entgegen und machte meine Umgebung irre. Da Vorbereitung alles ist, habe ich mit Sasija schon vorab einen Haufen Fragen zusammen getragen.



Ich bin allerdings nicht dazu gekommen all meine Fragen los zu werden, also keine Angst ^^ so viel wird es nicht ;)

Nachdem ich mich erst einmal als Fan bei ihm geoutet habe und er mir durch seine ruhige, freundliche Art meine Aufregung und OMG-es-ist-soweit-Panik (sieht man die Panik nicht in meinem Gesicht? ^^ ok...ich bin wohl von außen der "coole Typ" ^^) nehmen konnte, ging es los:

Sie schreiben unter einem Pseudonym. Wie lange gibt es „Eric Berg“ schon?
Eric Berg: Es fing mit dem „Nebelhaus“ an. Wir wollten eine klare Abgrenzung zu den historischen Romanen haben, die ich zuvor geschrieben habe; damals unter Eric Walz. Meinen Vornamen wollte ich aber gerne behalten - den finde ich so schön - und da habe ich mir gedacht, ich brauche etwas einfaches wie Berg, Bach, Baum. Und die Wahl fiel dann einfach auf Berg. Wir haben aber auch nie ein Geheimnis darum gemacht, es sollte einfach eine Abgrenzung sein.

Warum haben Sie sich damals für den Wechsel von historischen Romanen auf Kriminalromane entschieden?
Eric Berg: Wenn man sich meine letzten 5 historischen Romane anschaut, sind das alles schon historische Krimis. Lediglich die ersten 3 sind klassische, historische Romane. Es zog mich also schon früh zum Mord. Als dann die Gelegenheit da war, habe ich ein Exposé beim Verlag für „Das Nebelhaus“ eingereicht. Dieses wurde direkt gut angenommen und so fing das alles an. Ich wollte schon länger einen Krimi schreiben und so erfüllte sich mein Traum – innerhalb meines Traumes Schriftsteller zu werden: Ich durfte einen Krimi schreiben.

Es ist übrigens gar nicht so leicht sich mitten im Messetrouble zu unterhalten und konzentrieren, aber mit einem so angenehmen Gesprächspartner hat man nachher auch die vielen Menschen vergessen. Weiter gehts :)

 
Was ist schwieriger zu schreiben? Historische Romane oder Kriminalromane?
Eric Berg: Ich persönlich finde, dass Kriminalromane schwieriger zu schreiben sind. Aus meiner Sicht liegt es daran, dass ein Kriminalroman sowohl logisch sein muss, aber man muss es auch schaffen, dass der Leser nicht schon nach den ersten Seiten weiß, wer es war. In der Theorie hört sich das ganz einfach an, aber in der Praxis ist es richtig, richtig schwer. Man legt kleine Fährten, so dass der Leser zwar am Ende denkt „Ja, da hätte man drauf kommen können, aber bin ich nicht“. Wenn dem Leser aber plötzlich was aufgetischt wird, worauf er nicht vorbereitet wurde, ist der Leser zu Recht ärgerlich. Und das macht es so schwierig. Bei historischen Romanen gibt es zwar auch eine Dramaturgie, aber man kann sich besser durch die Ereignisse „durch hangeln“.

Lesen sich selbst lieber Kriminalromane oder historische Romane? Oder bevorzugen Sie ein ganz anderes Genre?
Eric Berg: Während ich an Krimis schreibe, lese ich keine. Das würde mich zu sehr irritieren. Ich kann den Autor in mir nicht ausschalten und dann sehe ich wie jemand eine bestimmte Wendung hin bekommt oder gar ein Kaninchen aus dem Hut zaubert und ich denke mir „Wow, was für ein Kniff“ und dann wäre die Versuchung groß, das auch mal zu probieren. Da ich ja nun eigentlich nur noch Krimis schreibe, lese ich selbst ganz selten mal einen Krimi. Ansonsten lese ich Querbeet. Ich lese gerne Shortstorys, Biographien. Da kann ich gut abschalten, besonders den Autor in mir, und kann das Gelesene genießen.

Was lesen sie momentan?
Eric Berg: Ich lese gerade eine Biographie über Romy Schneider.

Neben meinem Handy als Diktiergerätersatz hatte ich noch das große Glück, dass die liebe Sasija stets und ständig mit ihrer Kamera um uns herum geschlichen ist. Also gibt es auch noch eine Antwort, die das Kamerakind Sasija eingefangen hat:


Und damit endet auch schon Teil 1 meines Interviews. Wie man im Video sieht, war die Aufregung ganz schnell verflogen und morgen gibt es für euch Teil 2 :)

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ich hab mir die ganzen Berichte von der Messe (auf die ich ja leider nicht fahren konnte) sehr gerne durchgelesen - und deshalb hab ich dich auch gleich mal heute in meiner Stöberrunde verlinkt ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Liebe Aleshanee!

      Danke für die Verlinkung! Ich muss auch dringend mal bei der Aktion mitmachen. Das Dokument existiert sogar schon..es wartet nur noch auf die Fütterung :D

      Liebe Grüße!

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