Montag, 2. Mai 2016

[Rezension] Törtchen & Getriebe - Anthologie

http://www.amazon.de/T%C3%B6rtchen-Getriebe-David-Michel-Rohlmann-ebook/dp/B01ENWQW7K/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1462115430&sr=8-1&keywords=t%C3%B6rtchen+und+getriebe


# Die Reihe #

# von außen #

Erneut ein geheimnisvolles, schönes Cover. Auch wenn ich keine Törtchen sehe, eine Dampfmaschine im Hintergrund rundet das Cover dennoch ab und passt perfekt zu den Kurzgeschichten rund um Dampfkraft und Maschinen...

Ein Blick auf die Kurzbeschreibung:

Der Mensch hat den Mond kolonialisiert.


Inzwischen lebt und arbeitet bereits die zweite Generation auf dem Erdtrabanten und über die Zugverbindung zur Erde kommen weitere Kolonisten hinzu, die hier ihr Glück suchen. Allerdings hat der Mond längst jede Romantik verloren: In den Städten grassiert das Verbrechen, Maschinen pusten unentwegt Dampf in die Luft, um die Umlaufbahn zu halten, und Arbeiter werden ausgenutzt.
Diese düsteren Umstände nutzt ein skrupelloser Anhänger von Darwins Theorie für seine eigenen, verqueren Zukunftspläne. Er will die Evolution der Menschheit vorantreiben – und dafür den Ballast in Form der Erdbevölkerung auslöschen. Ein Detektiv-Duo, eine Technikerin und eine Polizistin versuchen, seinen perfiden Plan zu vereiteln. Können sie das Ende der Erde noch verhindern?

# von innen #

# erster Satz #
Es war ein ungewöhnlich milder Herbstabend, als Jenna Abbot aus der Tür ihrer Detektei trat und sich eine Zigarettenspitze zwischen die Lippen schob.

Eine schöne neue Welt soll es geben. Dort im All. Auf dem Mond. So war es geplant, als sich die ersten Menschen von der Erde abwandten und die Kolonien auf dem Mond mit Leben füllten.
Jetzt, nachdem die Menschen schon in der zweiten Generation den Mond bevölkern, scheinen viele dieser Pläne und Wünsche nicht mehr aktuell zu sein. Auch auf dem Mond sind Verbrecher und Verbrechen angekommen und nicht wenige Kolonien gleichen nunmehr Ghettos.
Aber wo das Verbrechen zuhaus ist, gibt es aber auch immer Menschen, die sich diesem entgegen stellen. So gibt es unter anderem ein privates Ermittler-Duo, welches erfolgreich – wohlgemerkt in seiner Freizeit – Jagd auf die Bösen der Gesellschaft macht. Aber auch sie hätten sich in ihren schlimmsten Träumen nicht erdenken können, wie viel abgrundtief böse Energie auf dem Mond zusammengefunden hat: eine Untergrundbewegung plant die Zerstörung der Erde. Fortschritt statt Stillstand. Um jeden Preis.

# Zitat #
Ich würde mich eher als modernen Robin Hood bezeichnen. Ich nehme von den Wohlhabenden und bereichere mich selbst.“

Da ist es endlich! Die zweite Steampunk Anthologie des Duos Maria Engels und David Michel Rohlmann. Dieses Mal gab es in der Riege der Autoren auch noch bekannten und unbekannten Zuwachs. Zum einen hat sich auch Piper Marou die Ehre gegeben und ihren Steampunk-Einstand gefeiert und als „Neuling“ wagte sich Jonas F. Rohlmann ebenfalls an eine Kurzgeschichte.
Ich bin bekennender Fan der Zombie-Anthologien der Zwei bzw. Drei und auch der erste Steampunkausflug hat mir sehr zugesagt.
Direkt am Erscheinungstag warf ich also einen Blick in „Törtchen und Getriebe“ und blieb prompt hängen. Auch in dieser Anthologie kommt wieder das ganz besondere Feeling auf: Es ist nicht nur eine Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, nein. Diese Geschichten bauen aufeinander auf. So hat man zwar 5 eigene Geschichten, aber ergeben sie am Ende ein großes Ganzes, eine zusammenhängende Geschichte mit der Handschrift von 4 Autoren.
Eine Besonderheit, die ich so noch nicht in anderen Anthologien gesehen habe. So unterschiedlich die Herangehensweise eines jeden Autors auch sein mag, es bildet sich danach ein stimmiges Bild. Zum Beispiel tauchen gleiche Personen in den verschiedenen Kurzgeschichten auf. Die Welt, der Mond, werden auf ähnliche und doch auf ihre eigene Weise dargestellt. Man merkt, dass hier die Autoren gut zusammen arbeiten und sich absprechen.
Meine persönliche Lieblingsgeschichte war übrigens „Wasser und Wahnsinn“ von Piper Marou. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber man merkt, dass Piper Marou sonst gerne in der Welt des Horrors unterwegs ist. Am Ende hatte ich Gänsehaut. Einfach klasse!
Für mich war es eine wunderbare Unterhaltung, die ich gerne weiter empfehle und ja, es sind „nur“85 Seiten, aber kann man da wirklich über den Preis von 99Cent meckern? Ich denke nicht...
Und nun muss ich wohl oder übel wieder auf Teil 3 der Steampunk Anthologie warten.... :/




(Quelle: Klappentext, Cover: www.amazon.de)

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Ich bin eben auf dein Google+ Profil gestoßen und fand dich schon anhand deines Titelbildes sympathscih ;) Habe mich gleich mal zu deinem Blog durchgeklickt und stöbere hier jetzt ein wenig rum...

    Der Titel klingt echt total witzig und auch, was du darüber schreibst, spricht mich an. Vor allem, dass die Geschichten irgendwie doch zusammenhängen ist toll. Ich lese auch gerade ein Buch mit mehreren Kurzgeschichten, die wohl irgendwie zusammenhängen - meiner Meinung nach aber nicht offensichtlich genug um angenehm zu sein. Vielleicht muss ich einige Geschichten noch einmal lesen um den Durchblick zu bekommen...

    Mit 0,99 Cent kann man echt nichts falsch machen! Wenn ich wieder etwas mehr Lesezeit habe probiere ich es vielleicht einfach mal mit diesem Buch. Danke fürs Vorstellen!

    Viele Grüße
    Jacy

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    1. Hallo Jacy!

      Vielen Dank für deinen Besuch :) Ja, Festivals können gerne mal schlammig enden :D Ich mag das Foto selbst auch sehr ^^

      Ich kann dir die Anthologie empfehlen :) ich wurde sehr gut unterhalten :) Welches Buch liest du zur Zeit?

      Liebe Grüße!
      Eva

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    2. Können sie, aber ich bin doch glücklich, wenns trocken bleibt, man sich auch mal auf den Boden setzen kann und das Zelt hinterher nicht aussieht wie Sau :D

      Ich lese gerade "Das Mädchen am Klavier" sowie "Genial wie wir". Würde mich freuen, wenn du mal auf meinem Blog vorbeischaust :)

      LG
      Jacy

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