Sonntag, 24. Juli 2016

[Rezension] Der Totschläger - Chris Carter

http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/der-totschlaeger-9783843707237.html?cHash=1defafd1db204e4cff9d8d6c027dee19


# von außen #

Der erste Blick lässt nicht viel Gutes vermuten. Also perfekt für einen Thriller ;)
Auch hier habe ich selbst den Klappentext nicht gelesen, bevor ich das Buch gekauft und gelesen habe. Aber für die ganz Neugierigen unter euch, hier nochmal der Klappentext:
Ein anonymer Anrufer befiehlt Detective Robert Hunter eine Website aufzusuchen. Auf der Seite: eine Live Show. Hunter muss mit ansehen, wie ein Mensch brutal gefoltert und ermordet wird. Das Gefühl von Hilflosigkeit ist übermächtig. Bevor Hunter und sein Kollege Garcia vom LAPD auch nur ahnen, mit wem sie es zu tun haben, setzt der Unbekannte sein krankes Spiel fort: Ein weiterer brutaler Mord vor laufender Kamera. Und dieses Mal hat der Anrufer Hunter und Garcia eine ganz eigene Rolle zugedacht.

# von innen #

# erster Satz #
Ein einzelner Schuss in den Hinterkopf wie bei einer Exekution.

Robert Hunter wird von einem anonymen Anrufer aufgefordert eine Homepage aufzurufen. Ab dem Moment sind Hunter und sein Kollege Garcia Teil eines bestialischen Spiels um das menschliche Leben. Sie müssen mit ansehen, wie ein Mann grausam zu Tode gefoltert wird. Und der Mörder hat erreicht, was er wollte. Er hat die ungeteilte Aufmerksamkeit der beiden Ermittler. Leicht macht er es ihnen jedoch nicht. Seine Spuren sind perfekt getarnt und es gibt keine Hinweise auf das Opfer, den Täter oder gar ein Motiv. Der Täter wartet aber nicht lang oder gar untätig. Er hat schon sein nächstes Opfer auserkoren und startet eine weitere Liveübertragung. Während die erste Übertragung des Mordes nur für die Augen von Hunter und Garcia bestimmt war, ist diese nun frei im Internet zu sehen und beinhaltet ein grausames Spiel. Innerhalb einer Zeitspanne können die Zuschauer sich für eine Todesart entscheiden. Es gibt nur wenig, was schlimmer sein könnte als ein skrupelloser Mörder: abertausende Internetnutzer ohne Gewissen, die einen morbiden Spaß an dieser Wahl entwickeln....

# Zitat #
Jemand war in ihrem Zimmer. Jemand, der sie durch einen Spalt zwischen den Vorhängen anstarrte.

Ja, für viele Leser ist Chris Carter schon lange ein Garant für hervorragende Unterhaltung, trotzdem war „Der Totschläger“ meine erste Begegnung mit den Ermittlern Hunter und Garcia.
Eins vorweg: Dieser Thriller ist absolut nichts (!) für schwache Nerven, nervöse Mägen oder zu viel Vorstellungskraft. Es ist detailliert und brutal. Allzu oft musste ich die Augen schließen, tief durch atmen und konnte erst dann weiter lesen. Aber weglegen konnte ich das Buch auch nicht. Ein Teufelskreis. „Der Totschläger“ ist ein intelligenter, tiefgründiger Thriller über die Reize des Morbiden, über die Anonymität im Internet und die kleinen Teufel, die in jedem von uns leben.
Die Umsetzung und der Aufbau haben eine unerträgliche Spannung entstehen lassen. Der Wechsel zwischen den Szenen mit fiesen Cliffhangern hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. So wahnsinnig, dass ich auf jeden Fall, jeden weiteren Fall von Hunter und Garcia verschlingen werde.
Ein brillanter Thriller!



(Quelle: Klappentext, Cover: www.ullsteinbuchverlage.de)

1 Kommentar:

  1. Hi Eva,

    deine Rezi kann ich nur unterschreiben. Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen und war ebenfalls schwer begeistert. Allerdings habe ich seither kein weiteres Buch mehr von ihm gelesen - da verliert man ja schnell den Anschluss bei diesem Autor :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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