Mittwoch, 24. August 2016

[Rezension] Ruf der Dunkelheit - Vincent Voss & Constantin Dupien

https://www.amazon.de/Ruf-Dunkelheit-Vincent-Voss-ebook/dp/B019NEUM7O/ref=pd_rhf_gw_p_img_2?ie=UTF8&psc=1&refRID=FFZRBWBVJ7NGQ1QHMHHS


# von außen #


Das Cover gibt die Bühne für diese Horrorgeschichte frei: ein Schützengraben, mitten im Krieg.

Kurzinfo:
Das Böse erwacht!
Weihnachten 1914. Es lauert in den Schützengräben:
Eine Macht, die Jahrhunderte im Verborgenen schlummerte, wird durch das zermürbende Kriegstreiben im regendurchtränkten Flandern geweckt. Dunkle Schatten nähern sich den Stellungen der Krauts und Tommys, gefährlicher noch als das Trommelfeuer der Mörser und Haubitzen.
Immer mehr Leichen säumen die Schlachtfelder.

# von innen #

# erster Satz #
Ich bin Private William Mallory, Infanterist der Royal Welsh Fusiliers, etwa in neuen Meilen Entfernung des flandrischen Diksmuide stationiert.

Jeden Tag kämpfen die Soldaten um ihr Überleben. Versuchen den tödlichen Schüssen und Angriffen des Feindes zu entkommen. Die Erleichterung einer unverletzt überstandenen Wache ist aber schon seit einigen Tagen nicht mehr spürbar. Etwas verbreitet eine ungreifbare Angst im Lager der Briten und der Deutschen. Es ist nicht die Erwartung eines letzten, tödlichen Schlags des Gegners. Es ist etwas dunkleres, böses. Etwas uraltes, Etwas. Erweckt durch die anhaltenden Kämpfe, das vergossene Blut, den Hass und hungrig auf der Suche nach neuen Opfern.

# Zitat #
Das Warten auf den Tod dauert eine Ewigkeit, die wir rauchend und meist schweigend verbringen. Und dann sterben wir plötzlich.

Abends im Bett lesen? Ähm...nein...lieber nicht. Ja, ich bin ein wenig ängstlich und ich war sehr froh, dass „Ruf der Dunkelheit“ mich so gefesselt hat, so dass ich es an einem Tag von morgens bis zum Nachmittag durch hatte...
Dieses Buch hätte ich nicht vor dem einschlafen lesen wollen. Es machte mir ein wenig Angst. Wovor? Dieses Gefühl, dass etwas im Dunkeln auf einen wartet, einen beobachtet. Das kennt sich jeder. Sei es als Kind – das böse Monster unter dem Bett, im Schrank oder versteckt in der dunklen Ecke? Und als Erwachsener – wenn man ein gewisses Unbehagen spürt, wenn man allein Zuhause ist und im Dunkeln durch die Wohnung läuft?
Die Gänsehaut macht sich bereit, sammelt sich im Nacken und sickert langsam aber stetig den Rücken hinab.
Brrrrr....ja, dieser Horrorroman hat mich überrascht und auch ein wenig mitgenommen. Er kommt ohne Splatter aus (was ich sehr begrüße!) und bedient sich lieber kleiner, subtiler Horror- und Gruselmomente, die den Leser nicht so leicht los lassen. Vieles spielt sich im eigenen Kopf, in den Gedanken, ab und geht so noch tiefer als jeder abgerissene Kopf, der bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Der Krieg als Hintergrund bietet schon allein eine Grausamkeit, die man nicht extra erzeugen muss. Ein stimmungsvoller Horrorroman, den ich auf jeder Seite genossen habe. Also soweit Angst, Panik und Grusel als „Genuss“ durchgeht. Volle Punktzahl!



(Quelle: Klappentext, Cover: www.amazon.de)

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