Dienstag, 6. September 2016

[Rezension] Mein bester letzter Sommer - Anne Freytag

http://www.randomhouse.de/Buch/Mein-bester-letzter-Sommer/Anne-Freytag/Heyne-fliegt/e481955.rhd


# von außen #

Wie toll ist denn bitte dieses Cover?! Auch die Gestaltung innen macht Spaß. Landkarte, Playlist. Wunschlos glücklich! (Und ja, die Playlist lohnt sich wirklich!)

Klappentext:
Du kannst dir nicht aussuchen, wann du die große Liebe triffst...
Tessa hat immer gewartet: auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, sie hätte noch Zeit. Doch die hat sie nicht. Tessa wird sterben und das schon sehr bald. Sie ist fassungslos, wütend und verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der sie und ihre Fassade durchschaut, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr zur Seite steht. Er überrascht Tessa mit einem großartigen Plan und schenkt ihr einen letzten Sommer. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind.

# von innen #

# erster Satz #
Die großen Kopfhörer liegen weich auf meinen Ohren und verschlucken die Außenwelt.

Während sich ihre Freundinnen in den Sommerferien Gedanken machen, wie das Leben nach dem Abi wohl aussehen mag, vorausgesetzt sie schaffen das Abi im nächsten Jahr überhaupt, sucht sich Tessa eine Urne aus und bestellt sie. Anders als ihre Freundinnen hat Tessa keine Zukunft vor Augen. Ihre Pläne beschränken sich auf die Planung ihrer Beisetzung. Tessa ist schwer krank, sie wird sterben – definitiv - und sie weiß, dass sie nur noch diesen Sommer hat.
Wenn sie nicht an den Tod denkt, dann denkt Tessa an diesen einen Jungen. Sie haben sich in der Bahn getroffen, gesehen, jedoch fehlte die Zeit um miteinander zu sprechen und dann kam die Diagnose. Seitdem hat Tessa zumindest diese eine schöne Erinnerung. An diesen besonderen Jungen.
Tessas Familie versucht das Leben so normal zu gestalten, wie es unter den Umständen geht und so kommt Tessa auch nicht um den Besuch eines alten Freundes ihres Vaters herum.
Tessas Pläne, Tessas Leben soll sich an diesem Abend jedoch nochmals vollkommen umkehren, als der Sohn des Schulfreundes den Raum betritt. Oskar...der geheimnisvolle Junge aus der Bahn.


# Zitat #
Früher habe ich mein Leben totorganisiert. Jetzt organisiere ich eben meinen Tod.

Einige Lieder werde ich nicht mehr hören können ohne an „Mein bester letzter Sommer“ zu denken. Sie haben meine Playlist während des Lesens gefüllt und mich zum weinen gebracht. Wie könnte man ein Buch wie dieses einfach nur lesen und es nicht in sich aufsaugen? Ich habe „Mein bester letzter Sommer“ mit allen Sinnen genossen, stundenlang von Seite zu Seite gelebt und gelitten. Habe mit Kopfhörern und einer Taschentücherbox bewaffnet die Welt ausgeschlossen und die Geschichte von Tessa gelesen.
Spätestens seit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sind Bücher, die den Tod eines jungen Menschen thematisieren nicht selten in den Regalen der Buchhandlungen zu finden. Mit „Mein bester letzter Sommer“ ist Anne Freytag trotzdem ein außergewöhnliches, besonderes Buch gelungen. Emotional, traurig, witzig, schön, anders, melancholisch.
Aber ich kann dieses Buch nur als Buch für Zuhause empfehlen. Man braucht Ruhe (und viele Taschentücher!), soll die Atmosphäre in sich aufnehmen, mitfühlen. Und am Ende das Wichtigste mitnehmen: das Leben ist endlich, man sollte nicht vergessen zu leben.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.randomhouse.de)

Kommentare:

  1. Hallo Eva,
    es freut mich, dass dich die Geschichte rund um Tessa ebenfalls so bewegt hat. Mir hat der Roman auch richtig gut gefallen. Sogar besser als "Das SChicksal ist ein mieser Verräter".

    In deinem Beitrag wird richtig spürbar, wie dich die Geschichte gefesselt hat.

    viele Grüße
    Emma

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  2. Hallo Eva,

    ja auch ich habe dieses Buch gelesen und brauchte Taschentücher. Ich habe es an einen Sonntagmorgen angefangen und abends hatte ich es durch, mit Tränen in den Augen. Du hast eine sehr tolle Rezi geschrieben.

    lg backmausi81 (Birgit)

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