Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Rezension] Das Böse schläft nie - Sandra M. Wolf

https://www.amazon.de/Das-B%C3%96SE-schl%C3%A4ft-Sandra-Wolf-ebook/dp/B01J9ZY69C/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1477506516&sr=8-1&keywords=das+b%C3%B6se+schl%C3%A4ft+nie


# von außen #

Info:
Johann Bauer war ein böser Mann. Alles, was seiner Mutter kurz vor seinem Tod blieb, war der Wunsch, ihr Sohn sollte einmal in seinem Leben etwas Gutes tun.. Eine Organspende erschien ihr die beste Option. Sie wusste nicht, dass sie damit das entsetzliche Tun ihres Sohnes leidvoll verlängern würde.
Ein toter und ein neu erwachter Mörder. Ein Killer, der nur ein Bedürfnis hat - seinen Hunger nach Morden zu stillen.

# von innen #

# erster Satz #
Die Gasse liegt im Dunkeln.

Johann Bauer kann es kaum fassen als er angeschossen wird und langsam stirbt. Er hatte noch so viel vor. So viel Böses. Als der Mörder auf der Flucht erschossen wird, scheint die Welt ein wenig sicherer zu werden. Die Spende der Organe von Johann Bauer gibt seiner Mutter ein gutes Gefühl: Sieben Leben können durch die Organe Bauers gerettet oder wesentlich verbessert werden. Sieben Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, erzählen aus ihrem Leben. Das neue Leben mit den Organen, zum Beispiel mit einem funktionierenden Herzen, einer guten Niere und einem neuen Blick auf die Welt dank der Netzhäute. Die Freude über das Überleben wärt jedoch bei einigen Frauen nicht lang. Ein Mörder ist unter ihnen und rächt sich für den Diebstahl der Organe....

# Zitat #
Entweder stirbt sie oder wer anderer. Ein Mensch wird schon bald sterben müssen.

Die Inhaltsangabe zu „Das Böse schläft nie“ sprach mich direkt an. Das klang nach einem perfekten Buch für den trüben Herbst.
Der Einstieg wird dem Leser aber nicht leicht gemacht. Es gibt insgesamt 7 Geschichten von den 7 Frauen zu erzählen. Dazwischen kommen noch die Gedanken des Mörders hinzu. Der Wechsel zwischen diesen Personen war gar nicht so einfach. Ich brauchte immer einige Zeilen oder Hinweise um zu wissen, um welche Person es nun ging. Es standen zwar Namen über den jeweiligen Kapiteln, aber nunja, Namen sind Schall und Rauch. Natürlich besserte sich das im Laufe des Buches, weil man die Charaktere besser kennen lernen konnte (und weil nach und nach die Anzahl der Personen dezimiert wurde ^^).
Ein weiteres Problem: Fehler. Rechtschreibfehler, Fehler in der Logik. Das hemmte den Lesefluss und bremste natürlich auch den Spannungsaufbau. Mittlerweile sind solche Fehler eine Sache, die ich nicht mehr ignorieren möchte. Ich stolpere immer darüber und es ärgert mich, wenn es zu viele werden. Das war hier leider auch der Fall. Mein Gefühl sagt mir, dass es zum Ende hin sogar noch mehr Fehler wurden. Das macht einfach keinen Spaß. Ja, ein Buch als Selfpublisher herauszubringen ist ein hartes Stück Arbeit und frisst viel Erspartes, aber Geld für ein gutes Lektorat und Korrektorat muss einfach drin sein.

Die Thematik ob ein fremdes Organ die eigene Persönlichkeit verändern kann und das Gefühl des „es gehört nicht zu mir“ hinterlässt, war spannend umgesetzt, aber die Kritikpunkte machten das Lesen nicht einfacher. Zum Ende hin stieß ich auf viele Ungereimtheiten, die das Lesevergnügen noch weiter schmälerten. Deshalb komme ich insgesamt nur zu einer mittelmäßigen Bewertung.
Dieses Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.amazon.de)

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