Samstag, 3. Dezember 2016

[Rezension] Antes de Morir - Alexander Drews

http://www.amrun-verlag.de/produkt/antes-de-morir/


# von außen #

Das Cover lässt auf Blut hoffen! Aber der Klappentext hält sich bei dem Thema bedeckt....

Klappentext:
Die junge Reporterin Sandra erhält den Auftrag, eine Artikelserie über historische Orte zu verfassen. Zum Auftakt soll sie über die ehemalige Bergarbeitersiedlung "Tijodatantalas" berichten, die völlig abgelegen und verlassen inmitten einer Bergkette im spanischen Hinterland liegen soll. Gemeinsam mit ihrem Kollegen José, für den sie insgeheim mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt, macht sie sich auf den Weg. Vor Ort müssen die beiden feststellen, dass die Siedlung alles andere als verlassen ist. Nach und nach decken die zwei ein dunkles Geheimnis auf, welches sie besser hätten ruhen lassen ...

# von innen #

# erster Satz #
Nacht. Dunkelheit.

Den Job in einer kleinen Provinzzeitschrift für deutsche Touristen und Auswanderer hat Sandra hauptsächlich bekommen, weil Deutsch ihre Muttersprache ist. Die Flucht ins sonnige Spanien und weit weg vom stets regnerischen Hamburg hat Sandra nicht bereut, aber eine Karriere scheint auch hier nicht auf sie zu warten. Umso erstaunter ist Sandra, als sie das Angebot ihrer launischen Chefin bekommt, eine Geschichte über ein ausgestorbenes Dorf und seine Geheimnisse zu schreiben. Eine Spukgeschichte könne die Verkaufszahlen des Blättchens in die Höhe schießen lassen, so die Hoffnung, und vielleicht wird Sandra so doch noch entdeckt.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen José bricht sie auf um die Geisterstadt „Tijodatantalas“ zu erkunden. Ein mysteriöses Minenunglück vor 70 Jahren erschütterte dieses Städtchen und nach dem Unglück wurde die ganze Siedlung aufgegeben. In Erwartung eine leblose und verlassene Stadt vorzufinden, werden Sandra und José kurz nach der Ankunft von einem ungewöhnlichen Zusammentreffen überrascht.....

# Zitat #
Es gab keinen Gott , und Barmherzigkeit gab es nur in ihren eigenen Herzen.

Nach langer Zeit sollte mich wieder ein Horrorroman erreichen und ich stürzte mich direkt darauf. Allein der Klappentext von Antes de Morir erinnerte mich an Hillbillyhorrorfilme. Nach einigen Seiten fand ich mich in der spanischen Sonne wieder. Alexander Drews schaffte es innerhalb kürzester Zeit einen kompletten Film in meinen Kopf zu verpflanzen. Und so kam es, wie in den meisten Fällen: man versucht den Protagonisten geheime Botschaften wie „Nein, verflucht! Geht nicht da rein!“ zu übermitteln. Aber wie schon bei Horrorfilmen hören auch diese Personen nicht auf den Zuschauer. Also blieben wir in Tijodatantalas und jede Hilfe kam zu spät.
Man merkt sicher schon jetzt, dass mich Antes de Morir sehr gut unterhalten konnte. Zum einen war es mal nicht irgendwo im nirgendwo der Vereinigten Staaten, sondern mitten in Spanien. Was der Autor in seiner Danksagung als „Mut des Verlegers“ darstellt, war für mich ein Pluspunkt. Einfach mal gegen den Mainstream!
Mit den etwas über 250 Seiten wurde die richtige Länge gefunden. Es war genug Platz für Spannung und Grusel da, für Geheimnisse und falsche Entscheidungen. Trotzdem wurde die Enthüllung nicht einfach nur „hingeworfen“, es war lange undurchsichtig, mystisch und immer wieder gruselig. Längen hatten hier gar keine Chance. So macht Horror Spaß!
Und den letzten Pluspunkt hatte ich schon anfangs erwähnt. Die Fähigkeit des Autors einen spannenden Film im Kopf zu erzeugen hat mich schließlich komplett überzeugt.
Antes de Morir bekommt von mir die volle Punktzahl.
Und vielen Dank an den Amrûn Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar!



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(Quelle: Klappentext, Cover: www.amrun-verlag.de)

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