Sonntag, 25. Dezember 2016

[Rezension] Die Poesie des Tötens - A. Fehringer u. T. Köpf

http://pro-talk-verlag.de/crime/die-poesie-des-toetens.html


# von außen #

Klappentext:
Ein idyllischer Sommer in Wien: Zwischen italienischen Designermöbeln und geschmackvollen Kunstgegenständen genießt der erfolgreiche Ghostwriter Max West sein Leben mit Frau und Kind in vollen Zügen bis zu dem Tag, an dem 'Kleist' in ihr Leben tritt. Der grausam vorgehende Serienkiller entführt die gemeinsame Tochter und zwingt Max dazu, in nur sieben Wochen seine mörderische Biografie niederzuschreiben sieben Wochen, in denen er seine Tochter in den Händen eines Psychopathen weiß...

# von innen #

# erster Satz #
Jemandem die Haut abzuziehen, ist erstaunlich einfach.

Die Familie des erfolgreichen Autors, Max West, freut sich auf einen gemeinsamen Sommer ohne Arbeit. Max möchte sich für seine Frau Livia und ihre gemeinsame kleine Tochter Ella endlich alle Zeit der Welt nehmen und die Arbeit die wenigen Wochen einfach mal liegen lassen.
Kurz vor dem herbeigesehnten Urlaub erhält Max einen interessanten Anruf. Jemand bietet ihm an, sein Buch zu schreiben. Max selbst ist zumeist als Ghostwriter unterwegs und verfasst die Biografien für andere, wenn diesen die passenden Worte fehlen. Den Anrufer, Christopher Kleist, kennt er nicht, aber er verspricht Max ein großartiges Buch, eines welches noch nie da war, einen neuen Bestseller. Widerwillig lässt Max sich auf ein spontanes Treffen mit dem Kunden ein, denn dieser steht bereits vor seiner Tür.
Das Treffen entwickelt sich immer mehr in die falsche Richtung. Für den Mann steht bereits fest, dass Max sein Buch schreiben wird und Max gefällt die zu glatte Art des Herrn Kleist immer weniger. Als er energisch ablehnen will, macht Christopher Kleist Max klar, dass dies keine Option ist. Max‘ Tochter Ella wurde von ihm entführt und wird sterben, wenn das Buch nicht geschrieben wird.

# Zitat #
Jetzt wird er sich öffnen und in die Geschichte eingehen, in meine. Als Objekt eins.

Was für ein Horrorszenario! Die Freude auf die bevorstehende gemeinsame Familienzeit wird durch einen Psychopathen zerstört. Die ersten Seiten forderten mich so einiges ab. Schon der Prolog, die „Betriebsanleitung eines Serienkillers – Lektion eins: Häuten“, hat mich zwischenzeitlich inne halten und tief durchatmen lassen. Allzu detailliert und kühl dargestellt, kommt das Grauen unfassbar real an. Dieser Anfang versprach schlaflose oder albtraumbeladene Nächte.
Allerdings konnte diese Erwartung nicht gehalten werden.
Es wurde im Laufe des Buches immer zäher. So zogen sich gemeinsame Abendessen mit dem Täter, den Ehepartnern und deren Freunde (natürlich in trauter Gemeinsamkeit) über mehrere Seiten mit mehr oder weniger interessanten Unterhaltungen. Monologe Christophers über sein Leben und seine Ziele wurden lang ausgedehnt. Zu kurz kamen für mich aber die Ängste, die pure Panik, der Eltern um ihr entführtes Kind und auch um ihr eigenes Leben. Es wurde zwar immer wieder angeschnitten, aber die Gefühle kamen nicht richtig rüber. So blieb es oberflächlich und das Grauen übertrug sich nicht auf mich. Das beklemmende Gefühl der ersten Seiten wollte sich nicht mehr einstellen. Sehr schade eigentlich und so komme ich nur zu knappen 3 von 5 Punkten. Allerdings eher mit Tendenz nach unten.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.pro-talk-verlag.de)

Kommentare:

  1. Hallöchen!
    ich finde es echt cool, dass deine Rezensionen mal nicht so lang sind und trotzdem alles drin haben. Außerdem mag ich deine Aufteilung mit von außen/innen.
    Einen schönen Feiertag noch und viel zeit zum blubbern ;)
    LG
    Chiara

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  2. Hallo Hexe Astaja,

    wow, das Buch hat mir ja schon beim Titel eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Schade, dass es dich nicht völlig überzeugen konnte. Es klingt ja schon sehr vielversprechend vom Titel, ersten Satz und Klappentext her.

    Liebste Grüße
    Emma

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