Samstag, 10. Dezember 2016

[Rezension] Es.Ist.Nicht.Fair. - Sarah Benwell

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/esistnichtfair/978-3-446-25296-7/


# von außen #

Klappentext (Achtung! Massive Spoiler im Klappentext!)

Eine berührende Geschichte zum Thema Sterbehilfe, die zeigt, wie wichtig Liebe in Zeiten schwerer Krankheit ist und wie weit man aus Freundschaft geht.
Mit der Diagnose ALS ist nichts mehr, wie es war, für den 17-jährigen Sora. Er wird sterben. Bald. Konfrontiert mit dieser Wahrheit sucht Sora nach einem Rest Selbstbestimmung und Würde. Einen geschützten Raum findet er in Chats im Internet. Hier findet er auch neue Freunde: die vom Zeichnen besessene Mai und den liebenswerten Kaito. Doch werden die beiden ihn auch noch mögen, wenn sie ihn richtig kennenlernen? Wenn sie alles über ihn wissen? Soras Gedanken kreisen immer konkreter um den Plan, wenigstens den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen. Nur dafür braucht er die Hilfe seiner Freunde. Eine bewegende Geschichte über Krankheit und Tod, aber auch über die Kraft wahrer Freundschaft.

# von innen #

# erster Satz #
Ich starre auf den blinkenden Cursor oben auf der Seite.

Sora, ein 17-jähriger junger Mann, muss mit der Diagnose ALS leben. Sein Körper wird sich nach und nach immer weiter versteifen und irgendwann, wird sein Körper wie ein Gefängnis für seinen wachen, intelligenten Geist sein.
Seine alten Schulfreunde möchte Sora schon lange nicht mehr treffen, die mitleidigen, traurigen Blicke der Ärzte und seiner Mutter reichen ihm schon. Doch die Anonymität des Internets scheint eine gute Alternative zu sein. Er tritt in eine Welt ein, in der er nicht der Junge im Rollstuhl ist, der bald sterben wird, sondern der Junge, der sich Samurai nennt und noch sein ganzes Leben vor sich hat. Und dieser Junge lernt zwei Menschen kennen, die sein Leben vollkommen auf den Kopf stellen werden.

# Zitat #
Ich bin in diesem Körper gefangen, der nach und nach zu nichts mehr fähig sein wird.

Das Zitat ist eine perfekt passende Zusammenfassung dieses Buches. Man lernt Sora kennen, während die Krankheit schon zu sehr in seinem Körper wütet. Er weiß, dass er sterben wird und beschäftigt sich immer mehr mit dem Tod.
Es geht nicht nur um die Krankheit an sich, sondern auch um verschiedenen Herangehensweisen an den Tod. Es geht um den selbst gewählten Freitod, wie ihn die Samurai begehen. Um ihre berührenden letzten Worte. Um einen Aufruf zum Selbstmord in einer Internetcommunity, der einer Flucht aus der strengen, japanischen Gesellschaft darstellen soll.
Das Thema Freundschaft steht ebenfalls im Fokus. Hilfe untereinander. Zuhören. Und einfach für einander da sein.

Es war ein etwas anderer Roman, der mich zum Denken brachte und gut unterhalten aber leider nicht berühren konnte. Die japanische Welt unterscheidet sich oft von unserer westlichen Welt, was spannend war, aber die gefühlsbetonten Ausbrüche fehlten mir bei diesem Thema.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.hanser-literaturverlage.de)

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