Donnerstag, 22. Dezember 2016

[Rezension] Happy End - Anthologie

https://www.amazon.de/dp/B01M72C68D/ref=cm_cr_ryp_prd_ttl_sol_7

# Die Reihe #
Saint Falls
Happy End
Glass Coffin
Teil 3 in Planung

# von außen #

Kurzinfo:
In Saint Falls hat das Verbrechen einen Namen: den des großen, bösen Wolfs.
Die Kriminalität hält die Stadt fest im Griff. Während die dunkle Fee die Dealer mit Drogen versorgt und dabei auch vor Rose, der Tochter des Bürgermeisters, nicht haltmacht, kümmert sich Blaubart darum, dass die Stripclubs und Bordelle von Wolf reichlich Nachschub bekommen. Auch bei den illegalen Straßenrennen von Hase und Igel hat der Gangsterboss seine Pranken im Spiel.
Doch Wolf ist nicht der Einzige, der sich an Saint Falls Unterwelt bereichern will: Das Beast gewinnt mehr und mehr an Einfluss. Als auch noch ein mysteriöses Drachenei auftaucht, spitzen sich die Dinge zu …
Sechs zusammenhängende Kurzgeschichten in einem Band!

# von innen #

Die Welt der Märchen ist gar nicht so anders als unsere Welt. In Saint Falls regieren Wolf und Beast und die Stadt läuft nach deren Schnauzen.

Straßenrennen:
Die illegalen Autorennen haben meist einen Sieger: den Igel. Auch wenn Lamp, der Hase, oft versucht an seinen Freund Igel vorbei zu kommen, sieht er meist nur seinen Staub. Die Freundschaft wird aber durch die Rennen nicht angekratzt, schwieriger ist es da schon mit den Bossen. Igel arbeitet für Beast und Lamp für Wolf. Ein ungewöhnlicher Wetteinsatz, gefährdet das Leben der Kontrahenten auch außerhalb der Rennstecke.

Feenschuld:
James, die Fee – ja, eine männliche Fee, muss dringend an Geld kommen, damit seine Familie überleben kann. In seiner Not wendet er sich an Beast und versucht ihn mit seiner Feenmagie zu „überreden“, doch als einer der großen Unterweltbosse hat Beast natürlich einen Magieschutz aufbauen lassen. Anstatt mit einem Haufen Geld die Räume Beasts zu verlassen, muss James nun genau diesen Haufen Geld innerhalb eines Jahres an Beast zahlen.
Die einzige Möglichkeit: James muss es bei Wolf versuchen und alles was er ihm bieten kann, sind seine magischen Fähigkeiten.

Macy und der Wolf:
Seit viel zu langer Zeit ist Macy als Stripperin im Club des Wolfs, dem „Happy End“ beschäftigt. Als sie während einer Schicht plötzlich von ihrem Chef, Blaubart, zum Wolf geschleppt wird, kann dies nichts Gutes für sie bedeuten. Doch der Wolf tut ihr nichts. Er bietet ihr einen Job an, den sie nicht ablehnen kann. Macy ist zur persönlichen Begleiterin des Wolfs aufgestiegen und darf ihm nun zu sämtlichen Treffen begleiten. Einblicke in die Welt eines Unterweltbosses inklusive.

Welkende Rosen:
Die Tochter des Bürgermeisters von Saint Falls, Rose, steht seit ihrer Geburt unter besonderer Beobachtung. Die Fee Fay und ihr Untergebener Krähe überwachen nahezu jeden Schritt im Leben des jungen Mädchens und während sie aufwächst, gewöhnt sich Rose immer mehr an „Tante“ Fay und Krähe und freundet sich sogar mit ihnen an. Welchen Plan verfolgen Fay und Krähe und steckt hinter allem der Wolf?

C:/User/Cal>start blue light:
Der Auftrag ist recht einfach: Cal soll ein Programm für Wolf programmieren. Und dieses Programm soll sämtliche Systeme knacken können. Schon lange überfällig, aber endlich hat Cal es geschafft und präsentiert Wolf die Standorte der Waffenkammern von Beast. So soll Wolf zunächst beschäftigt werden, während Cal seinen eigenen Recherchen nach seiner Verlobten nachkommen kann. Wo ist sie nach der Entführung durch Beast gelandet?

Das Ei, das Kind und die Maschine:
Krähe und Rose werden zu Wolf gerufen. Der Grund ist zunächst unklar. Vor ihnen befinden sich das sagenumwobene, letzte Drachenei, ein Baby und eine seltsame Maschine. Welche Teufelei hat sich Wolf ausgedacht?!

# Zitat #
Er hielt sich offenbar für den gut aussehenden Helden, der die Prinzessin wachküssen würde, und vergaß dabei, dass die meisten Prinzen in der Dornenhecke endeten.

Nach der Zombieapokalypse, einem Ausflug in die Welt des Steampunks, geht es nun an unsere allseits beliebten Märchen. Die Welt in Saint Falls ist jedoch keine traumhafte Märchenwelt. Es ist die wahre, dreckige Welt des Verbrechens.
Die Kurzgeschichten in dieser Anthologie bauen, wie ich das von den Herausgebern schon kenne, aufeinander auf. Jede Geschichte steht für sich, gemeinsam ergeben sie aber eine harmonische Erzählung.
Es ist immer wieder erfreulich auch „neue“ Autoren in Anthologien zu entdecken. Die Geschichte „Welkende Rosen“, zum Beispiel, stammt aus der Feder von (ich hoffe ich kann es so sagen) Newcomerin „Jenny Wood“. Auch sie schaffte es eine stimmige Atmosphäre zu schaffen, die sich in die anderen Geschichten einflocht.
Ja, ich bin Fan dieser außergewöhnlichen Anthologien und mit „Happy End“ ist wieder ein aufregender Auftakt für die weiteren Teile gelungen. Vor Kurzem ist auch schon der zweite Teil „Glass Coffin“ erschienen und dieses Mal werde ich nicht so lange warten, bevor ich mich abermals der Verbrechen in Saint Falls stellen werde.
Verdiente 5 von 5 !



(Quelle: Klappentext, Cover: www.amazon.de)

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