Mittwoch, 21. Dezember 2016

[Rezension] Survive - Überlebe, wenn du kannst - Christine Bendik

http://www.amrun-verlag.de/produkt/survive-ueberlebe-wenn-du-kannst/


# von außen #

Klappentext:
Um ihrem neuen Freund Luzius zu gefallen, stimmt Nela trotz ihrer Aquaphobie einem Survival-Trip zu. Gemeinsam mit ihm und seinem Cousin Tom reist sie auf eine einsame Insel nach Kanada, wo sie ein einfaches Leben erwartet. Sie genießen die Ruhe - bis sich Luzius immer mehr in einen Despoten verwandelt. Als dann auch noch ein Mord geschieht, eskaliert die Situation. Misstrauen und Angst schleichen sich ein und niemand weiß, wem er trauen kann. Sind sie sicher auf der Insel oder ist auch ihr Leben in Gefahr?


# von innen #

# erster Satz #
Der alte Kahn schwankte.

Dieser Gewinn wird Luzius' ganzes Leben verändern.
Der See „Old Oaks“ in Kanada ist umgeben von vielen kleinen Inseln. Und eine dieser Inseln hat Luzius gewonnen. Er freut sich auf die Auszeit von Deutschland in der kanadischen Einöde.
Bevor er jedoch die Insel nach seinen Vorstellungen umgestaltet, möchte er einen echten Survivalurlaub machen. 3 Wochen Leben in der Natur, mit der Natur und von der Natur. An seiner Seite: seine Freundin, Nela, und sein Cousin, Tom. Während Tom sich auf das Abenteuer freut, sieht Nela dem Trip eher skeptisch entgegen. Ihre panische Angst vor Gewässern ist auf einer Insel nicht förderlich, aber sie versucht sich nicht von ihren Ängsten beherrschen zu lassen.
Eines Morgens wird ein einzelner Zeh am Ufer des Sees gefunden. Aber zu wem gehört dieser Zeh? Von den Anwohnern des Sees wird niemand vermisst und Besuch gibt es nur selten. Angst geht um. War es ein wildes Tier? Ein Bär, der die Wälder unsicher macht? Für Nela noch mehr Grund in Panik zu geraten. Aber kann sie sich sicher sein, dass es wirklich ein Tier war, oder könnte der Täter auch einer von ihnen sein?

# Zitat #
Alles, was ihn im Moment interessierte, war: Hatte man bereits feststellen können, von wem das Blut auf Mius Pfoten stammte?

Die Grundidee zu „Survive, überlebe wenn du kannst“ hat mich neugierig gemacht. Die absolute Einöde, Abgeschieden von der Zivilisation und dann das Unglück, dem man nicht entkommen kann.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven dargestellt: Im Fokus steht die kleine Insel von Luzius und somit auch seine Begleiter, Nela und Tom. Doch auch die Nachbarn, wie der eigenbrötlerische Schriftsteller, Chester, bergen ihre eigenen Geheimnisse. Zusätzlich gibt es einen faszinierenden Einblick in die Welt des Täters, in die Gedanken und wie er sich an seine Opfer heranpirscht.
Der Klappentext versprach Spannung. Ich habe mich auf viele gruselige Momente gefasst gemacht, aber vollkommen überzeugen konnte mich „Survive“ am Ende nicht.
Tempo und Spannung kamen erst auf den letzten Seiten auf. Bis dahin zog es sich in vielen Teilen dahin. Endlos wirkende Unterhaltungen Chesters, mit einer Holzfigur, ließen mich nicht selten an dem Sinn ebendieser Unterhaltungen für die Fortführung der Geschichte zweifeln. Ich hatte insgesamt auf mehr Aktion, mehr Dramatik, mehr Zwietracht untereinander gehofft, all das, was die Anspannung während des Lesens unerträglich macht. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht.
Deshalb nur gute 3 von 5 Punkte.
Vielen Dank an den Amrûn Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.amrun-verlag.de)

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