Freitag, 27. Januar 2017

[Rezension] Mängelexemplare 4: Heimgesucht - Anthologie

http://www.amrun-verlag.de/produkt/maengelexemplare-4-heimgesucht/


# Die Reihe #
Mängelexemplare
Mängelexemplare und andere makabre Geschichten
Mängelexemplare 2: Dystopia
Mängelexemplare 4: Heimgesucht

# von außen #

Klappentext:
Sie sind wieder da! Entfesselt. Gnadenlos.
Sie lauern in nebelverhangenen Steinhäfen, verbergen sich in verlassenen Häusern und manifestieren sich in überlegenen Computerintelligenzen. Streuen ihre böse Saat in den Seelen unschuldiger Kinder.
Sie verkörpern das Unheimliche in sechs mitreißenden Spuk- und Geistergeschichten von Michael Marrak, Arthur Gordon Wolf, Harald Weissen, Carlo Reißmann, Torsten Scheib und Constantin Dupien.
Mit Illustrationen von Julia Takagi und einem spannenden Artikel von Eric Hantsch, der den Spuren der Spukerzählung folgt.
Der lang erwartete vierte Band der mehrfach ausgezeichneten Mängelexemplare-Reihe.

# von innen #

# Zitat #
Das Leben vernichtet früher oder später alle, die ich mag.“

Die „Mängelexemplare“-Anthologien sind für mich kein Neuland mehr. Bereits mit dem dritten Teil „Haunted“ hat der Herausgeber Constantin Dupien mich das Fürchten gelehrt und für schlaflose Nächte gesorgt.
Nun erschien kürzlich der vierte Teil und natürlich wagte ich mich wieder todesmutig an dieses neue Abenteuer!
In „Heimgesucht“ warten 8 Geschichten von 7 Autoren auf den Leser. Auch in diesem Teil reihen sich die unterschiedlichsten Subgenre aneinander. Von Gedichten über Science Fiction bis hin zu klassischen Horrorgeschichten aus abgelegenen Dörfern gibt es (fast) alles was das Horrorherz begehrt. Ich mag eher den Horror, der unter die Haut geht und wurde nicht enttäuscht. Blutiges, unnötiges Gemetzel – kurz gesagt: Splatter - sucht man hier vergebens, auch wenn es nicht zimperlich zugeht!
Allerdings fiel mir der Einstieg nicht leicht. Die erste Geschichte konnte mich kaum mitreißen und ich überlegte, ob ich überhaupt weiter lesen möchte. Das Gute bei einer solchen Anthologie: man hat mit jeder Geschichte die Chance einen neuen Schatz zu entdecken und so las ich weiter. Spätestens nach dem „Gedicht“ von Constantin Dupien war ich aber wieder voll dabei und vor allem die letzten Geschichten haben für viel Gänsehaut und Grauen gesorgt.
Ein weiteres Highlight stellt die letzte „Geschichte“ von Eric Hantsch „Was tot ist, kann nicht sterben“ dar. Es ist eher als kurze Abhandlung über das Thema „Horror“ zu sehen und enthält den einen oder anderen Geheimtipp für zukünftige Horrorunterhaltung. Gute Idee! (Und natürlich habe ich meine Wunschliste direkt erweitern können ;) )
Schon in Haunted habe ich die ungewöhnliche Aufmachung bewundert. Für Heimgesucht hat sich der Herausgeber wieder die Künstlerin Julia Takagi ins Boot geholt, die jede Geschichte mit einer Illustration einleitet. Diese Mühe lohnt sich und ist ein schönes Plus für den Leser.
Alles in allem hat mir der vierte Teil der Mängelexemplare-Reihe gut gefallen, kam aber für mich nicht an „Haunted“ heran und ich komme somit zu guten 4 von 5 Punkten.


(Quelle: Klappentext, Cover: www.amrun-verlag.de)

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Heute hab ich mal einen TAG für dich dabei und ich würde mich freuen, wenn du mitmachst :)
    http://blog4aleshanee.blogspot.de/2017/01/tag-bookish-identity.html

    Liebste Grüße und einen schönen Sonntag!
    Aleshanee

    AntwortenLöschen
  2. Hey,

    wir hatten es ja schon mal in FB davon, aber ich gebe dir da vollkommen Recht: an "Haunted" kommt dieser Teil nicht ganz ran. Ich mag die Mängelexemplare sehr, weil man immer wieder auch auf neue Autoren aufmerksam wird und die Gestaltung ist ohne frage sehr grandios!
    Aber ja, Haunted wwar ein Tickelchen besser. :-D

    Liebe Grüße
    Tilly

    AntwortenLöschen