Donnerstag, 23. Februar 2017

[Rezension] Pandora - Wovon träumst du? - Eva Siegmund

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Pandora-Wovon-traeumst-du/Eva-Siegmund/cbt/e484636.rhd


# von außen #

Klappentext:
Mr sandman bring me a dream...

In der Zukunft können die Träume der Menschen durch einen Chip im Kopf gesteuert werden. Sophie hat lange gespart, um ihren Chip kaufen zu können. Doch dann bricht ihre sonst so normale Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat. Gemeinsam wollen die beiden die Hintergründe ihres Lebens erkunden – und stoßen dabei auf eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes. Die Chips in ihren Köpfen werden vom Sandmann gesteuert, der die Menschheit beherrschen will. Und Sophie und Liz kommen ihm dabei viel zu nah...

# von innen #

Ein verflucht mieser Tag. Mehr kann man zu diesem Tag, der alles ändern sollte, wohl zunächst nicht sagen. Unerwartete Gelüste nach Fencheltee und pink getigerten Pumps, dank der Sleepvertisments (Werbung im Kopf während man schläft) ihres Smartports, begleiten Sophie zu ihrem Termin zum Notar. Als dieser ihr und ihrer - bis zu diesem Zeitpunkt - vollkommen unbekannten Zwillingsschwester, Liz, dann noch das Geheimnis um die gemeinsame Vergangenheit eröffnet, weiß Sophie kaum noch was real ist.
Als die ungleichen Schwestern versuchen mehr über ihre Eltern herauszufinden, stellt sie die Suche vor unerwartete Hindernisse. Und sowohl Sophie als auch Liz stellen fest, dass ihre Gedanken nicht mehr ihnen allein gehören.

# Zitat #
Manchmal musste man Dinge tun, die riskant, ja vielleicht sogar lebensgefährlich waren, um herauszufinden, wer man im Innersten war.

Als ich hörte, dass Eva Siegmund im Rahmen der Jugendbuchtage der Lübecker Bücherpiraten zu einer Lesung in die Hansestadt kommt, habe ich mir kurzerhand „Pandora – Wovon träumst du?“ gekauft.
Die Autorin erläuterte auf der Lesung ihre Gedanken zu „Pandora“: Allein der technische Fortschritt der letzten 10 Jahre lässt uns kurz innehalten und überlegen: Vom klobigen Handy bis hin zum Smartphone in wenigen Jahren. Was kommt nach den Smartphones? Wie soll man das noch toppen? So entstand die Idee der Smartports, einem Chip im Kopf.
Diese Idee scheint gar nicht so abwegig und so wirkt „Pandora“ allzu real. Die Geschichte dieser Dystopie spielt nicht in unendlicher Ferne oder in 100 Jahren, sondern lässt Bezüge zur heutigen Zeit zu. Es könnte quasi „übermorgen“ soweit sein.
Diese Überlegungen begleiteten mich also während des Lesens und schafften dadurch eine unheimliche Atmosphäre. Hätte ich das Geld für einen „werbefreien“ Smartport? Wem würde ich dadurch freiwillig den Zugang zu meinem Kopf und in meine Gedanken lassen?
Diese Idee hat viel Potential und fast schon genug Gruselfaktoren, aber dann kam noch das persönliche Schicksal von Sophie und Liz dazu. Die Recherchen über die Herkunft und das Schicksal ihrer Eltern brachten noch Elemente eines Thrillers mit ein und die Jagd nach der Wahrheit war eröffnet!
Dieses Paket aus Dystopie und Thriller ist ein Garant für unterhaltsame Lesestunden.
Und wer einmal die Möglichkeit hat eine Lesung von Eva Siegmund zu besuchen, sollte nicht zögern! Ihren herzlichen und sympathischen Auftritt bei den Bücherpiraten werde ich nicht so schnell vergessen!



(Quelle: Klappentext, Cover: www.randomhouse.de)

1 Kommentar:

  1. Hallo Eva,

    auf deine Meinung zu diesem Buch habe ich schon länger gewartet und ich freue mich, dass dir das Buch genauso gut gefallen hat, wie mir. Gerade die Idee und deren Umsetzung fand ich genial.

    Ally und ich hatten in Frankfurt das Glück, Eva zufällig kennenzulernen und haben einige Zeit mit ihr geredet. Eine sehr nette und coole Frau.

    Liebe Grüße, drück dich,
    Uwe

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