Samstag, 9. September 2017

[Rezension] Fangirl - Rainbow Rowell




# der erste Eindruck #

Den Roman „Eleonor & Park“ von Rainbow Rowell habe ich sehr geliebt, umso mehr freute ich mich über „Fangirl“ und ich musste es gleich zur Veröffentlichung kaufen! Kann „Fangirl“ halten, was „Eleonor & Park“ versprach?!

# worum geht’s eigentlich? #

# erster Satz #
Ein Junge war in ihrem Zimmer.

Es gibt viele Vorteile als Zwilling, doch eines ist Cath besonders wichtig. Dank Wren war sie nie allein. Die zwei gehören zusammen, für immer. Dachte Cath, doch Wren sieht es etwas anders. Der Start am College soll für sie beide ein Neustart sein. Mal nicht als Zwillinge sondern als Wren und Cath. Während die offenere Wren schnell Anschluss findet, kommt Cath nur schwer mit all den Veränderungen klar. Sie flüchtet sich allzu gern in ihre eigene Welt, die magische Welt von Simon Snow und ihre eigene Fanfiction zu den bekannten Büchern. Die fantastische Welt von Simon Snow war für die Zwillinge damals eine gemeinsame Leidenschaft. Für Cath ist es jetzt eine willkommene Flucht aus dem Chaos, doch ihre Mitbewohnerin, Reagan, und ihr Freund, Levi, lassen Cath nicht in dieser Welt verschwinden. Nach und nach nehmen sie Cath bei sich auf und ziehen sie aus ihrer Fantasiewelt in die reale Welt hinaus.

# und wie war es? #

Ist nicht jeder ein „Fangirl“? Oder war es zumindest früher einmal? Meine ganzen Fangirlmomente könnte ich nicht einmal mehr benennen und in den meisten Fällen wäre es mittlerweile wohl eher unangenehm und peinlich! ^^
Doch durch all diese Fangirlerlebnisse war mir Cath von Anfang an sehr sympathisch. Nach einem anstrengenden Tag, möchte ich auch nur noch in die Bücherwelt versinken und alles andere außen vor lassen. Cath wird sehr einfühlsam und verletzlich dargestellt. Ein starker Beschützerinstinkt wurde wohl nicht nur bei mir direkt ausgelöst.
Ihre Schwester Wren war mir nicht direkt unsympathisch. Ich konnte zum Teil sogar verstehen, warum sie sich von Cath lösen wollte. Sie wollte das College nutzen um einfach mal nur Wren sein zu können und nicht immer nur als Teil eines Zwillingspaars zu gelten.
Caths raubeinige Mitbewohnerin Reagan und den dauergrinsenden Levi habe ich direkt ins Herz geschlossen. Ich freute mich auf die Interaktionen dieser drei vollkommen unterschiedlichen Charaktere!
Die Charaktere tragen hier die Geschichte, denn es passiert eigentlich nicht viel. Es ist ein sehr ruhiges Buch. Es gibt zwar auch dramatische Momente, doch wird es danach schnell wieder ruhig oder es vergeht einige Zeit bis man danach wieder ins Geschehen geworfen wird. Ich hätte mir an diesen Stellen gerne etwas mehr gewünscht. Nicht ganz so viel Ruhe sondern mehr Drama, eine Auseinandersetzung mit der Situation.
Schön ist jedoch die Idee der Geschichte in der Geschichte. Denn irgendwann fängt Cath an, Teile Ihrer Fanfiction vorzulesen. Diese gefühlvollen Parts waren meine Highlights.
Alles in allem hat mich „Fangirl“ sehr gut unterhalten, aber es fehlte doch zu viel um die volle Punktzahl zu vergeben.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.hanser-literaturverlage.de)

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