Dienstag, 13. Januar 2015

Aus dunklen Federn - Markus Heitz, Thomas Finn und weitere

Aus dunklen Federn
Herausgegeben von Sonja Rüther
mit Geschichten u.a. von Markus Heitz, Thomas Finn, Sonja Rüther
368 Seiten


Taschenbuch: 12,95 €
E-Book: 4,99 €
(Stand: 10.01.2015)





# von außen #


Selten gab es ein passenderes Cover. „Mit den blutigen Handschriften von..“ lautet der Untertitel und dies zeigt die blutige Hand, die eine Feder führt..Ansonsten ist das Cover schlicht und dunkel gehalten. Für das Genre „Horror“ ein wunderbarer Vorgeschmack ;)

Besonders begeistern konnte mich das Design „in“ meinem Taschenbuch (ich weiß leider nicht, wie es bei den E-Books aussieht). Zu jeder Kurzgeschichte gab es ein selbst gemaltes, gezeichnetes Cover.




# von innen #

# erster Satz #
Der Rummel liegt zwischen Fluss und Eisenbahnbrücke.

# Inhalt #
In 11 Kurzgeschichten wird dem Leser das Gruseln gelehrt. Diese Geschichten können unterschiedlicher kaum sein:
So hört man mit dem Jugendlichen, Martin, das erste Mal den klagenden Gesang, der Unheil verkündet und den Tod bringt. 
Sonja Rüther zeigt ihren Lesern, dass die Wahl eines Weihnachtsbaumes nicht nur von Geschmack und dem Geld abhängig sein sollte und man seinen Gefühlen trauen sollte.
Zusätzlich gibt es endlich eine, zugegebener Maßen, wenig beruhigende Erklärung für das unbestimmte Gefühl „Da hat sich doch gerade was im Spiegel bewegt“.
Und zuletzt (mein persönliches Highlight) erkennt man, dass die Farben des Frühlings nicht so hell und freundlich erstrahlen, wie es auf dem ersten Blick erscheint (und mich persönlich jetzt jedes Rapsfeld mit ganz anderen Augen betrachten lässt...der Frühling kann also kommen ;) )

# Zitat #
Da erst hörte er den Gesang. Traurig und klagend drang die Stimme ins Zimmer. Sie war voller Scherz und fern und doch so nah, als würde Martins Mama auf der Bettkante sitzen und ihm ein Schlaflied singen. Eine Stimme, die ihm unter die Haut kroch und ihm Angst machte, obwohl sie hell und klar war wie die einer Märchenprinzessin.

# mein Eindruck #
Der Leser wird auf 11 Reisen eingeladen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eins vereinen: die vielen Grusel- und / oder Horrormomente. Schon die erste kurz-kurz-Kurzgeschichte (ca. eine halbe Seite? ^^) brachte mit dem letzten Satz eine Gänsehaut und zwang mich sie direkt nochmals zu lesen und das Gefühl der Eiseskälte bliebt beständig während des Lesens bestehen.
Es gab in diesem Buch keine Geschichte, die mich nicht begeistern konnte. Die Spannung wurde direkt aufgebaut, das Grauen kam unverzüglich (das ist einfach ein Vorteil einer Kurzgeschichte) und blieb auch über Nacht ;) Also leider wieder ein Buch, welches ich nicht unbedingt vor dem zu Bett gehen empfehlen würde. ^^ Aber ansonsten jedem Fan von kurzen, knackigen Grusel- und Horrorgeschichten, die man auch gern mal abends erzählt, nur ans Herz legen kann. Beim dem E-Book-Preis ist dieses Vergnügen schon fast geschenkt, aber ich empfehle eher das Taschenbuch (siehe oben ^^) aufgrund des tollen Designs.

(Quelle: Cover: www.briefgestoeber.de)