Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Götterschlacht - Torsten Scheib



# Die Reihe #
Mängelexemplare
Mängelexemplare und andere makabre Geschichten
Mängelexemplare 5: Götterschlacht


# der erste Eindruck #

Die Reihe „Mängelexemplare“ ist mir nicht unbekannt. Ich liebe die Horrorkurzgeschichten, die so vielschichtig sind, dass man auf jeder Seite überrascht wird. Mit „Götterschlacht“ hat sich der Herausgeber Constantin Dupien zusammen mit Torsten Scheib aber auf anderen Pfaden begeben. Schon im zweiten Teil der Reihe „Dystopia“ wurde diese geplante Novelle erwähnt. Doch hat sich die Idee zu „Götterschlacht“ immer mehr zu einem großen Thema entwickelt und nun liegt nach langer Zeit endlich diese außergewöhnliche Ausgabe der Mängelexemplare vor den Lesern.


# worum geht’s eigentlich? #

# erster Satz #
Krallen zerreißen Fleisch, zerteilen Muskeln, zerfetzen Haut.

Das unheimliche Schaupiel am Himmel wollten sich Robin und seine Freunde Tina, Hans und Timo nicht entgehen lassen. Nordlichter nun auch in Deutschland? Seltsam.. Die Medien überschlagen sich mit Theorien, doch nur einer hat mit dem gerechnet, was kurz darauf die Welt erschüttern und den Weltuntergang einleiten wird. Ein Regen aus Feuerbällen reißt die Welt in Stücke und tötet jegliches Leben. Das was vom Feuer verschont wurde, wird danach von fremdartigen geflügelten Wesen heimgesucht. Die Welt ist dem Untergang geweiht. Ragnarök, davon hatte der „Experte“ gesprochen. Die Götter treten zur letzten Schlacht an und ihr Schlachtfeld ist die Erde.
Die vier Freunde konnten sich bis jetzt heil und gemeinsam durch die Apokalypse schlagen, doch wie lang hält ihr unsägliches Glück noch an und wohin möchten sie eigentlich? Gibt es noch Hilfe, Rettung? Lebt dort draußen noch jemand?

# und wie war es? #

Wenn man heutzutage das Wort „Apokalypse“ hört, kommen natürlich gleich die Zombies dazu. Ja, die Zombieapokalypse ist momentan in, jedoch waren die ersten Geschichten über eine Apokalypse eine ganz andere. Nicht allein die Menschheit wird ausgelöscht, verändert, sondern die ganze uns bekannte Welt wird ins Chaos gestürzt.
Und mit dieser Art der Apokalypse beschäftigt sich „Götterschlacht“. Es ist ein komplexes Werk eines genialen Autors. Die Geschichte ist so umfangreich, dass ich mich am Ende noch immer über die wenigen Seiten wundere.
Dieser Roman ist aber nichts für zwischendurch. Man sollte konzentriert dabei sein und Ablenkung vermeiden. Vorkenntnisse im Bereich der nordischen Götter und Mythologie sind hier definitiv von Vorteil. Diesen Vorteil hatte ich leider nicht, deshalb kam ich nur sehr schwer in die Geschichte. Es wurde zwischenzeitlich sogar ein wenig „anstrengend“ und ich überlegte kurzzeitig das Buch abzubrechen. Aber die Neugier war dann doch stärker. Ich musste nun wissen, was mit dem Trupp passiert. Und das war die richtige Entscheidung, denn es wurde ab dem Punkt fast unerträglich spannend und fesselnd.
Götterschlacht“ konnte mich mit vielen Wendungen und ungewöhnlichen Ideen überzeugen, einen Punkt Abzug gibt es für den holprigen Einstieg in die Materie.



(Quelle: Klappentext, Cover: www.amrun-verlag.de)

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