Sonntag, 16. Mai 2021

[kurz und schmerzlos] Mein Leben als lexikalische Lücke - Kyra Groh


 

# worum geht’s eigentlich? #

# erster Satz #

Als ich am Morgen des 1. September aus der Trambahn aussteige, bin ich mir nur weniger Dinge in meinem Leben zu einhundert Prozent gewiss.


Klappentext

Benni und Jule fühlen sich wie lexikalische Lücken. In ihrem Wortschatz gibt es keinen Begriff, der ihre innere Zerrissenheit beschreiben könnte. Sie hadern mit dem Weltbild ihrer Eltern und versuchen auf ihre Art, daraus auszubrechen und ihren eigenen Idealen zu folgen. Für Benni bedeutet das: Wissenschaft statt Glaube, für Jule: Freitagsdemonstrationen statt rechter Polemik am Frühstückstisch. Doch wie können sie für etwas einstehen, wenn ihre Familien nicht hinter ihnen stehen?

Als Benni und Jule sich kennenlernen, wird ihr Leben bunter, komplizierter aber auch so viel erträglicher. Und sie merken, dass es vielleicht gar keine Worte braucht, um die Lücke zu schließen...


# Zitat #

Ich will nicht mehr immer nur leise sein.

Ich will laut sein.

Ich will stören.


# und wie war es? #

Kyra Groh war mir als Autorin vor einem Jahr noch völlig unbekannt, aber nach „Sicherheit ist eine verdammt fiese Illusion“ steht sie auf meiner Liste der „muss ich sofort kaufen, wenn was rauskommt“-Autoren.

Mein Leben als lexikalische Lücke“ habe ich in einer kleinen Leserunde gelesen und schnell war klar, dass die Leseabschnitte viel zu kurz und immer an den falschen Stellen aufhörten.

Die Autorin hat die Gabe ganz nah am Puls der Zeit zu schreiben. So werden der Pflegenotstand und auch die Fridays for Future Bewegung aufgegriffen. Sie lässt dies so einfach in die Geschichte einfließen, es gehört zu unserer Zeit und so auch zu diesem Roman. Jule und Benni sind dabei so typisch jugendlich, dass auch ich mich wiederfand. Es ist nicht nur das Gefühl des allgemeinen Unverstandenfühlens, nein, es ist der ganz natürliche Übergang von Kind zum Erwachsenen. Man stellt fest, dass auch die Eltern fehlbar sind und bildet sich seine eigene Meinung.

Auch hier sind es keine überzogenen Klischees, die hervorgehoben werden, es wirkt echt und authentisch.

Ein Buch für die heutige Zeit, für jedes Alter, für den Schulunterricht. Eigentlich sollte es jeder lesen. Ja, auch du ;)



(Quelle: Klappentext, Cover: www.arctis-verlag.de)


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