Freitag, 2. September 2022

[trust your SecUnit] Tagebuch eines Killerbots - Martha Wells

 


# Die Reihe #

Killerbot-Reihe

Tagebuch eines Killerbots

Der Netzwerkeffekt


# das Buch und ich #

# erster Satz #

Nach dem Hacken meines Chefmoduls hätte ich glatt zum Massenmörder werden können, aber dann war mir klar geworden, dass ich auf den kombinierten Feed der Entertainmentkanäle zugreifen konnte, der über Firmensatellit reinkam.

SecUnits haben streng vorgegebene Funktionen: die Klienten (be)schützen und Daten der Klienten sammeln (damit die Firma diese später gewinnbringend einbringen können). Diese spezielle SecUnit hatte aber auf dieses Leben keinen Lust mehr. Sie hackte das Chefmodul und ist seitdem „freidrehend“. Eigentlich unheimlich gefährlich, aber wie die Einleitung vermuten lässt, nicht in diesem Fall. SecUnit, oder auch Killerbot, ist viel zu sehr mit der Welt der Serien beschäftigt, als sich um Killerkommandos zu kümmern. Sie tut weiterhin so, als wäre sie eine normale SecUnit, ansonsten wäre sie wohl gelöscht worden, genießt aber die Freiheit Serien ohne Ende zu konsumieren. Alles könnte so einfach sein, wenn nur die Klienten sich nicht ständig in Gefahr brachten...


# Zitat #

Ich hätte mich definitiv gemeldet. Freidrehenden SecUnits sind scheißgefährlich, das können Sie mir glauben.


Science Fiction könnte ein neues Lieblingsgenre von mir werden, zumindest wenn es um Romane wie „Tagebuch eines Killerbots“ geht. SecUnit bzw. Killerbot ist so herrlich sarkastisch, altklug und fast menschlicher als die Menschen. Vor allem wenn es darum geht, warum SecUnit sein Chefmodul gehackt hat. Aber dazu möchte ich nicht zuviel verraten. Ich bleibe bei dem was diesen Roman so cool macht. Es ist SecUnit und all die anderen Bots, die sie trifft. Es ist die Art wie SecUnit ihren Job macht, wie sie mit ihren Klienten und teilweise auch Zielen (Feinden) umgeht. Gleichzeitig ist es spannend wie sehr unsere Welt schon jetzt von Medien und Technik beherrscht wird. Wie abhängig wir von unseren Displays und die ordnungsgemäße Funktion unserer Geräte sind. Die Autorin hat einer „Maschine“ so viel mehr Leben eingehaucht, als es einige Autoren bei menschlichen Protagonisten kaum schafft. Besonders ist hier, dass die Menschen absolut im Hintergrund bleiben, sie sind wichtig, ja, aber hier geht es um SecUnit. Wenn man auf „leicht“ genervte, herrlich sarkastische Protas steht, dann liebt man SecUnit einfach.

Teil 2 wird sicher nicht allzu lang auf mich warten müssen, ich bin neugierig wie es mit SecUnit weiter gehen wird...



(Quelle: Klappentext, Cover: www.penguinrandomhouse.de)


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